Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Schah. Er hatte keine Lust mehr, andere Instrumente zu sehn, und ausserdem wünschte er sich ehrlich einen Sturm herbei. ,,Wann wird endlich dieser Sturm kommen?" — fragte er gütig. ,,Ich schatze, nach Sonnenuntergang\" — sagte der Kapitan.

Der Schah ging, hinter ihm der Kapitan. Als sie auf das Verdeck traten, war der Tag bereits fast so finster, wie eine richtige Nacht. Der Offizier vom Dienst kam eilig heran, er lief, er galoppierte. Er meldete dem Kapitan irgend etwas, in Ausdrücken, die der Schah noch niemals gehort hatte. Er ging auch weiter, ohne sich um die beiden zu kümmern. Er trat an die Reeling und betrachtete mit aufrichtigem Vergnügen den wütenden Gischt der anstürmenden, zurückweichenden und immer wieder anstürmenden Wogen. Das Schiff begann zu schwanken. Die Welt begann zu schwanken. Die Wogen waren grüne, schwarze, blaue und graue Zungen, mit schneeweissen Randern. Ein gewaltiges Unbehagen ergriff plötzlich den Schah. Ein unbekanntes Ungeheuer wühlte und wand sich in seinen Eingeweiden. Einmal, er erinnerte sich, er war noch ein Knabe gewesen und krank, sehr krank, hatte er ein ahnliches Uebel verspürt.

Den Kapitan ergriff eine doppelte Aufregung: erstens war sein Herr unpasslich; und zweitens naherte sich eben jener Sturm, den er so leichtfertig vorausgelogen hatte. Der Kapitan wusste nicht mehr, um was er sich eifriger kümmern müsse: um den Sturm oder das Unbehagen des Herrn. Er entschloss sich, seine Aufmerksamkeit dem Schah zuzuwenden. Dies war um so eher angebracht, als er ohnehin befohlen hatte, sofort möglichst dicht an die Küste zurückzukehren. Ausgestreckt, in mehrere Decken gehüllt, lag der Schah auf dem Verdeck. Der Leibarzt, den er so hasste, und der, seiner Meinung nach, der einzige Mensch war,

Sluiten