Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

schlügen, jetzt erscholl drinnen das „Gewehr heraus!" Jetzt erschien irgendwo, hinter einem Vorhang, der Kaiser selbst. Eine unsagliche Traurigkeit bemachtigte sich Taittingers. Zum ersten Mal nach langer Zeit empfand er wieder Heimweh nach der Uniform und Schmerz um die Armee. Die Kapelle spielte den Donauwalzer. Das Volk im Burghof glaubte an einem der Fenster den Kaiser erblickt zu haben. Hüte und Hande erhoben sich. Im Hurrahgeschrei erstarb beinahe die Musik. Die Frühlingssonne lag milde über der Burg und lachelte: eine junge Mutter. Das Gott- erhalte! erklang, Taittinger durchrann der alte wohlbekannte Schauer, der Soldatenschauer, der Hymnenschauer. Er stand da, den Hut in der Hand; er hatte lieber salutiert.

Auf dem Weg zum „Deutschen Haus", wo er heute mittags essen wollte, überlegte er ernstlich, ob er nicht wieder in die Armee eintreten sollte. Er hatte kein Geld mehr. Gut! Auch die Landwehr war ihm lieb. Den Befund konnte man wieder andern. Sein Freund Kalergi sass im Kriegsministerium. Für die Dauer einer Stunde oder zwei sah der Rittmeister a. D. die ganze Vergeblichkeit seines Lebens. Das Gut, die Mizzi, das Volk im Prater, diese Kreutzer und dieser Trummer! Und auch die Wachsfiguren weckten nicht mehr das geringste Interesse. Einmal hatte er schon eine Pfaidlerei gekauft, jetzt wird er freilich noch ein Panoptikum beschaffen müssen, aber dann ist s aus. Den lacherlichen Rest des Guts verkaufen! Und zurück zur Heimat! Heim in die Armee! Er wollte noch im Hotel ein wenig nachdenken. Er ging nach Haus, er setzte sich in die Halle.

Der Portier kam und meldete ihm, dass der junge Mann von heute morgen wieder da sei, in Begleitung der Dame, die jeden Tag komme, und man wisse nicht,

Sluiten