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machte nicht einmal den Ver3uch, den Baron einzuladen. Mizzi Schinagl begann plötzlich, zu weinen. „Warum?" — fragte man. „Ach, so, vor Freude" — erwiderte sie.

*

Die Eröffnung des neuen „Grossen WeltbioscopTheaters" fand statt unter dem Andrang des Spektakelsuchtigen Publikums der Reichshaupt- und Resi-

denzstadt. _ • i •

Der arme Taittinger hatte gar keine Möglichkeit

fern zu bleiben. Er liess das ganze Programm über

sich ergehen.

Der Vorhang ging leise kreischend auf, und Taittinger sah masslos erschrocken die Mizzi auf einem roten Thron. Es war in der Tat unmöglich, zu erkennen, ob sie wachsern oder lebendig war. Eine schwere, gelb, silbern und zugleich auch blaulich schimmernde, dreifach geschlungene Kette aus schweren grossen Perlen zierte ihren wachsernen Hals und den wachsernen Ausschnitt der Büste. Wuchtige Diamanten hingen an ihren Ohrlappchen. Zauberlicht kam aus einem Rundbrenner, der sich hinter einem blauen Schleier verbarg, ander Decke. Auf dem Kopf trug die „Lieblingsfrau des Schahs" einen türkischen Halbmond, gestützt und gehalten von zwei silbernen schmalen Pfeilen, zwischen denen das Haar in goldener Fülle wucherte. Reglos sass die Mizzi — war sie es wirklich? -

auf ihrem roten Thron. _

Ja, es war die Mizzi. Sie begann jetzt mit ïhrer gewöhnlichen Stimme zu sprechen: „Seine Majestat, der Schah von Persien, ist sehr gut zu mir, einmal war ich ein armes Kind aus dem Wiener Volke. Ich herrsche

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