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Kopf vor. Sie glaubt, genau wie Johanna, sieh verhort zu haben.

„ Ja, ja, schon recht. Gegen Reissen will ich etwas", beharrt er mit einer beinah glaubhaften Ungeduld, dehnt sich elastisch, greift sich mit einem kleinen Schmerzenslaut ins Kreuz und fahrt fort: „Schaun Sie, hier tut es weh und da tut es weh. Was lachen Sie denD, Fraulein? Das kommt vom Reiten, bitte schön." Die Verkauferin prustet laut heraus: „Aber Herr Leutnant!"

Johanna lachelt mit ganz ernsten Augen. Sie bewundert seinen Ubermut mehr, als dass sie davon angesteckt würde.

„Bitte schön'', spricht der junge Mann ernsthaft weiter, „es wird doch unter so vielen Büchern auch eins geben, wobei man ans Reissen vergisst und drüber einschlaft?"

„Ganz gewiss, Herr Leutnant", versichert die Verkauferin und bittet, respektvoll in der dritten Person redend, nur um irgend einen kleinen Hinweis auf das, was man so im allgemeinen bevorzuge. „Ich meine halt so den Geschmack", erlautert sie umstandlich. „Geschmack —" wiederholt er tiefsinnig und sieht bedeutungsvoll zu Johanna hin, „also wenn man hier doch nur Bücher nach Geschmack bekommen kann, bitte schön, mein Fraulein —" hier wendet er sich direkt mit einer leichten Yerbeugung an Johanna, „dann überlass ich das Ihnen."

„Sehr freundlich", sagt Johanna, die Partnerin vieler hochfliegender Dialoge, „sehr freundlich. Bitte. Gern. Nehmen Sie vielleicht am besten meinen Hölderlin." Und sie reicht den dicken Band mit einer eckigen Bewegung hin.

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