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Grundlage der von Dr. Steiner vertretenen Lehren eine Neugestaltung des religiösen Lebens in Angriff zu nehmen.

Dr. Steiner arbeitete gerade an einer gewaltigen Gruppe in Holzplastik, welche Christus und die unterliegenden verführerischen Machte, Luzifer und Ahriman, darstellt. Es ist dies eine der eindrucksvollsten Schöpfungen, die ich jemals gesehen habe; sie wird den zentralen Abschlusz des kleineren Koppelraumes im Goetheanum bilden. Wahrend ich in der Abenddammerung,#ssHa*er beobachtete, welche in kleinen Grappen die Anhöhe heraufstiegen, um sich zum Vortrage zu versammeln, erzahlte mir Dr. Steiner von den Angriff en seiner Gegnerschaft. Klerikale und Alldeutsche und fanatische Anhanger verschiedener Religionsbekenntnisse kampfen mit jeder Waffe und bei jeder Gelegenheit gegen ihn.

DIE FURCHT VOR DER WAHRHEIT

Als ich ihm geradewegs die F rage steilte bezüglich des Generals von Moltke, richtete er seine durchdringenden Augen auf mich, welche mich aus einem VOB-Vierzigjahrigem intensivsten geistigen Ringen durchfurchten Anthtze an-

„Was Sie mir sagen, setzt mich nicht'ie 5&rwunderung. Es wird vor keinem Mittel zurückgeschreckt, mich aus Deutschland und womöglich auch aus der Sdkweiz xa vertreiben. Diese fAngriffe gehen auf d»>»erschiedensten Untergründe zurück. Insofern sie , sich aber auf meine Beziehungen zu Moltke erstrecken, haben sie ein ganz bestimmtes Ziel. Sie wollen die Weröffenthchung einiger Aufzeichnungen .verhindern, die Moltke vor seinem Tode für seine Famüie gemacht hat und deren Herausgabe im Buchhandel ich im Einverstandnis mit Frau von Moltke besorgen sollte.

Diese Memoiren hatten schon 1919 erscheinen sollen. Unmittelbar vor ihrem Erscheinen suchte mich .eine Persönhcikeit auf, melcher die diplomatische Vertretung Preusssens in Stuttgart oblag, um mir zu sagen, dass diese Publikation unmöghch sei und dass man sie in Berlin nicht werde haben woUen. Spater kam ein General zu mir, welcher ÏB SteUungen um den General von Moltke und Wilhelm ü. gewesen war, und machte mir dieselben<3for> stellungen. Dagegen erhob ich Protest und wolke mich darüber hinwegsetzen. Ich dachte mich an den damals in Versailles anwesendeü Graf en von Brockdorff-Rantzau zu wenden; ionnte aber nichts erreichen. Meine Bemühungen

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