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der beiden Öffnungen etwas grösser werden, sonst nur mit der Lupe zu unterscheiden sind.

Der Zellulosemantel ist fest und zahe, knorpelig und grau weisslich gefarbt ohne Pigment. Es kommen in dem Gewebe nur die sternförmigen Testazellen vor, keine Blasenzellen.

Die Einzeltiere haben eine ovoide Gestalt mit einer Langsachse bis zu 5 mm und einer Breiteachse von 3 bis 4 mm. Die Siphonen sind kurz und der ganze lnnenkörper mit massig kraftiger Muskulatur versehen.

Der Kiemensack besitzt jederseits 4 Falten, von welchen aber die 2te und 4te von der Dorsalfalte abgerechnet, viel schwacher entwickelt sind als die beiden anderen. Die Verteilung der Langsgefasse entspricht folgendem Schema: D 1 (10) 2 (4—6) 1 (10—12) 3 (4—6) —E. Zwischen der Dorsalfalte und erstem Langsgefass liegen 8 Kiemenspalten, zwischen Endostyl und der 4ten Falte 5 Kiemenspalten. In den übrigen Feldern wechselt die Zahl zwischen 2 und 4, wde es aus der Abbildung zu ersehen ist. Die Kiemenspalten selbst sind gewöhnlich ziemlich breit, etwa 4 mal so lang als breit, wrenigstens in den breiteren Feldern. Die Quergefasse sind ungefahr gleich breit, parastigmatische Quergefasschen kommen vielfach vor. Der Endostyl ist massig breit. (Fig. 9).

Die Flimmergrube bildet eine lange schmal-ovale Spalte. (Fig. 10).

Die Dorsalfalte ist glattrandig und verhaltnissmassig breit.

Die Fühler sind lang und schmal. Es kommen im Ganzen ungefahr 40 vor, welche nur wenig verschieden sind in Lange, obgleich eine Abwechselung von etwas grosseren und kleineren öfters noch zu unterscheiden ist.

Der Darm liegt wie gewöhnlich linksseitig gegen den hinteren Teil des Kiemensackes. Der ungefahr birnförmige Magen besitzt im Ganzen 14 tiet' ins Innere hineinragende Falten. Am hinteren Teil des Magens liegt der hakenförmig gebogene Blindsack. Der geraumige Mittel- und Enddarm biegt sich hinter dem Magen in eine enge Doppelschlinge, deren Schenkel unmittelbar gegen einander liegen. Der After ist glattrandig. (Fig. 11).

Die Gonaden sind jederseits als mehrere, langlich runde, hermaphroditische Polycarpen entwickelt, welche jederseits des Endostyls eine Reihe von 7 oder 8 Drüsen bilden. Die grössten sind 0.87 mm lang und halb so breit. Die ungefahr 18 Hodenblaschen, welche unter dem Ovarium liegen sind ungefahr so gross wie die grössten Eier im Ovarium. (Fig. 12).

Fundort. Java-See 4° 25' S., 116° 2' O., gesammelt von van Kampen wahrend den Fahrten des Dampters „Gier" am 12 Dez. J908, Tiefe: 15—20 Faden.

Obgleich der Bau der Einzeltiere nur wenig abweicht von dem der beiden Arten, welche die Siboga-Expedition erbeutete, so kann ich doch die eben beschriebene Form nicht mit diesen identifizieren. Erstens ist der Habitus der ganze Kolonie mit dem kraftig entwickelten Zellulosemantel recht verschieden, dann bleiben auch die Einzeltiere betrachtlich kleiner und ist auch der Bau des Kiemensacks mit den reduzierten 2ten und 4t«i Kiemenfalten zu abweichend um als blosse Variante zu gelten. Die Polyandrocarpa lapidosa von Herdman, welche Michaelsen nachuntersuchte hat nur 11 Falten am Magen und einen eingeschnittenen Afterrand und weicht überhaupt, auch durch den mit Sand inkrustierten Zellulosemantel mehr von den Indischen Formen ab.

Phaïlusia julinea n. sp. (Fig. 13—16).

Aussere Kennzeichen. Das einzige erbeutete Exemplar ist 10 cm lang und über die grösste Lange ungetahr 3 cm breit, nnr hinten etwas breiter, seitlich etwas zusammengedrückt, aber immerhin noch 2 cm dick. Nach vorn zu biegen die beiden kraftigen Siphonen nach der Dorsalseite über; der Branchialsipho ist ungefahr 372 cm, der Atrialsipho ungefahr 272 cm lang. Die beiden-Öffnungen sind deutlich 10-lappig eingeschnitten, wahrend die 10 Furchen noch für ungefahr 1.5 cm auf der Oberflache zu verfolgen sind. Diejenigen des Branchialsiphos sind dann scharf vom übrigen Körper abgegrenzt, die des Atrialsiphos verstreichen mehr allmahlig. Das Tier ist mit der hinteren linken Seite auf Korallen-Bruchstücken und Muschelschalen festgewachsen. Die sonstige Oberflache ist ganz glatt, ohue Fremdkörper, nur

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