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Yon dieseu Arten sind bei weitem die tneisten (57, also 75%) auf die Tnsel beschrankt, nur 19 sind weiter verbreitet, und zwar: Batrachopsis melanopyga, Aru-Inseln. Hyla bicolor, Aru-Inseln, Australien.

„ brachypus, Bismarck-Arch.

„ caeruka, Australien.

„ congenita, Aru-Inseln.

„ infrafrenata, Molukken, Timor, Kei-, Tenimber- und Aru-Inseln, Misool, Waigeu,

Salawati, Jobi, N.-Queensland. „ nasuta, Australien. „ vagabunda, Ceram.

Platymantis corrugata, Philippinen, Palau-Ins., Halmahera, Kei-Insein, Batanta, Jobi, Bismarck-Arch., Salomo-Inseln, d'Entrecastaux-Inseln, St.-Aignan. Rana arfaki, Waigeu.

„ Daemeli, Australien.

„ grunniens, Ambon, Saparua.

„ macrodon, Hinter-Indien und fast der ganze Indische Archipel. macroscelis, Waigeu, Aru-Inseln. novae-britanniae, Bismarck-Arch.

papua, Ceram, Aru- und Tenimber-Inseln, Batanta, Waigeu, Jobi, d'Entrecastaux-Inseln. Copiula oxyrhina, St.-Aignan. Hylophorbus robustus, St.-Aignan. Sphenophryne fusca, Borneo (?).

Aus den genannten Zahlen geht die grosse, schon früher ') von mir hervorgehobene Selbststandigkeit der Amphibienfauna von Neu-Guinea hervor.

Die Pelobatidae, Ranidae und Engystomatidae haben hauptsüchlich westliche, die Hylidae und Cystignathidae südliche Verwandtschaftsbeziehungen. Die Amphibien deuten daher, wie andere Tiergruppen, auf die ehemalige Existenz von „Landbrücken" hin, welche Neu-Guinea einerseits mit den Molukken, anderseits mit Australien (und den Aru-Inseln) verknüpften. Von beiden Seiten sind Amphibien sowohl nach der Insel gelangt als von ihr aus weiter verbreitet.

Am altesten und am leichtesten zu überschreiten muss die Verbindung mit Australien gewesen sein. Durch sie ist die Übereinstimmung zu erklaren, welche existiert z.B. zwischen den Saügetieren, den Süsswasserfischen und unter den Amphibien den Hylidae von Australien und Neu-Guinea. Einige wenige von diesen Tieren (unter den Hylidae H. infrafrenata und vagabunda) haben sich spater nach den Molukken ausbreiten können und zugleich hat Neu-Guinea langs demselben Wege die Indischen Bestandteile seiner Fauna, unter welchen die Ranidae und Engystomatidae, bekommen.

Einige Tatsachen der Amphibienverbreitung scheinen als Argumente dienen zu können für die Annahme von zwei „Molukkenbrücken", einer nördlichen nach Halmahera und einer südlichen nach Ceram. So scheinen Platymantis corrugata, sowie die Gattungen Hylophorbus und Oreophryne, welche alle von Halmahera bekannt sind, in den südlichen Molukken zu fehlen; auf die Ceram-Brücke deutet die Verbreitung von Rana grunniens, R. papua und Hyla vagabunda hin.

Von Neu-Guinea aus sind dann weiter einige Indische Amphibien-Arten in Australien eingewandert, namlich Rana Daemeli und die vier von Fry beschriebenen Austrochaperina(Sphenophryne-)Arten. Ware bei R. Daemeli vielleicht noch ein Transport über dem Meere möglich, für die Engystomatidae ist dieses nicht anzunehmen. Sie können dieselbe Landverbindung benützt haben, über welche früher die Hylidae nach Neu-Guinea gekommen waren,

1) Nova Guinea, V, livr. 1, '1906, p. 179 f. und IX, livr. 1, 1909, p. 45 ff.

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