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Bas Haarkleid eines Fetus von Schimpanse

DURCH

Prof. L. BOLK (Amsterdam).

(Mit 8 Textfiguren).

In seiner ausführlichen Arbeit über die Richtung der Haare bei den Affenembryonen nebst allgemeinen Erörterungen über die TJrsachen der Haarrichtungen, hat Schwalbe eine Fülle von Tatsachen und eine wertvolle kritische Betrachtung über das Problem der Haarrichtungen geliefert. Leider war der Autor nicht in der Lage auch über Schimpanse Beobachtungen anzustellen, da fetales Material dazu fehlte. Das ist zu bedauern da, wie aus den vereinzelten sehr lückenh aften Litteratur-Angaben über die Haarrichtung bei Schimpanse schon zu schliessen war, bei diesem Anthropomorphen besonders vom menschlichen Zustand stark abweichende Yerhaltnisse vorliegen, und weiter die Angaben der Autoren über gewisse Punkte mit einander in Widerspruch sind.

Der Umstand, dass ich ein für die bezügliche Untersuchung sehr geeignetes Objekt besitze. veranlasste mich diese Lücke in unserer Kenntnis auszufüllen. Es betrifft den Fetus eines Schimpanse, dessen Haarkleid schon vollstandig zur Anlage gelangt ist, die Haare sind aber noch so kurz, dass die Untersuchung nur mit Hülfe der Lupe geschehen konnte. Ehe ich zur Beschreibung meiner Befunde in den einzelnen Körperregionen übergehe, dürfen einige allgemeine Bemerkungen vorausgeschickt werden.

Wie gesagt war der ganze Körper schon behaart, die Haare waren aber noch sehr kurz. Schon makroskopisch war es aber sichtbar, dass an einzelnen Stellen die Haare eine grössere Lünge erreicht hatten. Besonders interessant war in dieser Hinsicht der Kopf. In einer Ausdehnung, die ziemlich genau mit der behaarten Kopfhaut des Menschen übereinstimmt, fand sich eine, aus ziemlich langen Haaren bestehende Kopfbekleidung. Diese Haare waren von einer kastanienbraunen Farbe, wahrend die übrige Behaarung, so weit sie schon pigmenthaltig war, einen mehr schwarzen Ton aufwies. An zwei Stellen des Kopfes kamen Ausnahmen vor, und zwar an der Kinnhaut, und in der Regio superciliaris. Der Fetus besitzt namlich eine gut ausgebildete Anlage von Bart und Augenbrauen, wovon man sich an Figur 1 überzeugen kann. In dieser Figur sind die Kopf haare, der Deutlichkeit wegen nicht so lang gezeichnet als sie in Wirklichkeit sind, das Feld der langen Behaarung ist jedoch leicht zu erkennen.

Nun waren, wie gesagt, die Augenbrauen schon kraftig entwickelt. Auffallend war die abweichende Farbe dieser Brauenhaare. Denn im Gegensatz zur kastanienbraunen Farbe der Kopfdachbehaarung, waren die Supercilien von einer schönen schwefel- oder kanariengelben Ton. Vereinzelt traten kurze Haare von der generellen Farbe zwischen diesen gelben Haaren auf.

Die Cilien besitzen die dunkle Farbe der Kopfhautbehaarung.

Eine zweite Stelle besonderer Gesichtsbehaarung war die Kinngegend. Auch diese wTar der Sitz von ziemlich langen Haaren, zarter als die Supercilien, mit welchen sie aber die leichte gelbe Farbung gemein hatten.

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