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der unteren Temporalgegend allm&hlig in einander über, sodass die Wan ge und der grösste Teil der Mandibulargegend mit etwas schrag nach unten und vorn gerichteten Haaren besetzt sind. Der Vorderrand dieses Gebietes bildet die Begrenzung des haarfreien Bezirkes. Dieser Rand fangt unter dem unteren Augenlid an, woselbst die Haare rein transversal implantiert sind um lateralwürts bald in die vertikale Richtung umzubiegen. Seitlich vom Auge fand sich beiderseitig ein kraftiges Sinushaar.

Die untere Lippe und die Kinngegend sind mit den schon beschriebenen langen Barthaaren besetzt welche mehr sagittal eingepflanzt sind als jene der seitlichen Unterkiefergegend. Bemerkenswert ist eine vom generellen System abweichende Behaarungszone der Unterlippe, welche dem schleimhautartigen Lippensaum entlang sich erstrecke, und die mit kurzen, aber straffen Haaren besetzt war, welche der Mundspalte entgegengerichtet sind.

TJnmittelbar vor dem unteren Bnde der Ansatzlinie des Ohres erstreckt sich eine kurze Konvergenzlinie. Wie schon gesagt sind vor dem Tragus die Haare vertikal nach unten gerichtet. Verfolo-t man nun den von der Kopfhaut kommenden Haarzug, dann sieht man, dass dieser das Ohr umkreist, sodass schliesslich die Haare sagittal und nach oben gerichtet sind. Letztere stossen dann an den vor dem Ohre, nach unten verlaufenden Haarzug.

Es ist nicht mein Absicht in dieser Abhandlung eine Vergleichung des Haarkleides von Schimpanse mit jenem der anderen Anthropomorphen oder des Menschen anzustellen, ich

wünsche mich der Hauptsache nach aui eine einfache Beschreibung meiner Befunde zu beschrünken. Wir setzen daher unsere Beschreibung mit der Betrachtung des Haarkleides an Hals und Rumpf fort.

Wir knüpfen unsere Beschreibung zunachst an Figur 2 an, welche eine Übersicht über die Haarzüge von Hals und Rumpfe in ventraler Ansicht gestattet.

Die schrag nach unten und vorn gerichtete Haarströmung im subauricularen Gebiet beschrieben setzt sich über die seitliche Flache des Halses fort. Wenn diese Strömung die vordere Halsflache erreicht, andert sich die Haarrichtung allmahlig, zuerst in eine mehr horizontale, und sodann in eine von unten lateral nach oben medial gerichtete. Je mehr die Haare der Medianlinie genahert sind, desto mehr richten sie sich nach oben, sodass in der Medianlinie eine Konvergenzlinie entsteht, wobei die beiderseitigen Haarzüge einen kaudalwürts offenen Winkel bilden. Im submentalen Gebiet wird dann eine transversal verlaufende Konvergenzlinie gebildet, zwischen den vom Halse kommenden nach oben gerichteten Haaren, und den nach unten gerichteten der Kinngegend.

In der unteren Halfte des Halses, spaltet sich von dem beschriebenen Haarstrom einer ab, in dem die Haare die Richtung die sie an der Seitenflaehe des Halses haben, beibehalten, das heisst schrag von oben lateral nach unten medial gerichtet sind. Auch

von dieser Strömung richten sich die^ Haare mehr

kranio-kaudal, je naher sie der Medianlinie implantiert sind. Indem der Haarstrom im oberen Teil des Halses einen nach oben offenen Bogen beschreibt, im unteren einen mehr kaudalwarts konkaven, wird an der Übergangsstelle von Hals und Rumpf ein Kreuz gebildet, das sogenannte Sternalkreuz. Dasselbe ist ein Konvergenzkreuz, in Gegensatz zu dem von Schwalbe bei Macacus cynomolgus an übereinstimmender Stelle beschriebenen, das ein Divergenzkreuz war.

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