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dagegen ist vollst&ndiger, da iin ventralen Haarfeld subumbilikal die Haare von der sagittalen in einer mehr schragen Richtung abbiegen.

Im ganzen genommen weist folglich das Haarkleid des Rumpfes (— über das kaudale Ende wird spater noch gesondert gehandelt —) sehr einfache Haarzüge auf. Die Haare sind generell kranio-kaudal implantiert, nur eine subaxillare und eine subumbilikale Zone zeigt Abweichung von diesem allgemeinen Schema.

Meine Befunden sind in Widerspruch mit den Abbildungen, welche Duckworth von der Schimpansebehaarung am Rumpfe giebt. (Die bezüglichen Figuren sind von Schwalbe als Textfi^ur 21 und 22 seiner Arbeit kopiert). Nach Duckworth würde nur ein dorsales und ventrales Feld vorkommen, durch eine vollstandige, vom Halse bis zur Inguinalgegend sich erstreckende Divergenzlinie von einander getrennt. Im vorderen Gebiet, dessen Begrenzung an der Brust ungefahr mit der Papillarlinie übereinstimmen sollte, würden die Haare schrag von oben lateral nach unten und medial gerichtet sein, im Rückenfeld schrag von obén vorn nach unten und hinten. Ich kann nicht glauben, dass hier eine richtige Beobachtung vorliegt, zumal auch Schwalbe dieselben nicht bestatigen konnte, dagegen Angaben macht, welche besser zu den meinigen stimmen. Er schreibt über die Rumpfbehaarung S. 109, I. c: es war bestimmt festzustellen dasz an der ganzen ventralen Seite des Rumpfes bis zum Nabel und ebenso an den Seitenflachen desselben eine longitudinale kranio-kaudale Richtung bestand wie an der dorsalen Seite des Rumpfes. Eine Störungsstelle deren Art aber nicht

o-enau zu ermitteln war, hndet sich zweitellos im Axillargebiet; eine inguinale Störungslinie mit Divergenz der Haare einerseits nach der unteren Bauchregion andererseits nach Vorderflache des Oberschenkels war besser zu konstatieren." Wenn man in Betracht zieht, dass Schwalbe seine Untersuchung an einem jungen Tier mit schon langen Haare anstellte dann ist es leicht verstandlich, dass seine Beschreibung nicht so detailliert sein konnte, als die von mir gegebene. Wie man aber ersieht stimmen in groben Zügen unsere Befunden mit einander überein.

Das kaudale Rumpfende erheischt eine gesonderte BeSDrechung, für die ich Fisur 4 zu Grunde lege.

Wie schon bemerkt worden ist, erstreckt sich über das Sacrum eine noch haarlose Stelle, die in der Mittellinie der Lange nach etwas narbig eingezogen, sich bis zum noch stark hervorragenden Steiszbeinhöcker erstreckt.

Die Analöffnung nimmt die Mitte eines kreisrunden haarlosen Bezirkes ein, der begrenzt wird durch einen Kranz zur Analöffnung konvergierend eingepflanzter Haare.

Das stark hervorragende aussere Genital, durch die, die Schamspalte begrenzenden Labia minora dargestellt, ist völlig haarlos. Schon am anderer Stelle ') habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass beim fetalen Schimpanse deutlich eine Anlage von Labia majora und Mons veneris zu sehen ist. Beim erwachsenen Weibchen dagegen, ja sogar schon beim noch infantilen Individuum, ist diese Bildung verschwunden. Aus Figur 2 und 4 ist das Vorkommen und die Ausbreitung desselben zu ersehen. Dass man hier wirklich mit einer besonderen Region der Oberflache zu tun hat, geht nun weiter aus der Behaarung hervor. Denn das bezügliche Gebiet stellt ein besonderes Haarbezirk dar, in dem die Haare rein sagittal eingepflanzt sind. Am Bauche anfangend sind die Haare von oben nach unten gerichtet, der Krümmung des Feldes nach hinter folgend, biegen sie in einer nach vorn und hinten schauenden Richtung ab.

Die Behaarung der Perinealgegend war sehr eigentümlich (Vergl. Figur 4). Der, den Anus umkreisende Haarkranz war vollstandig, und durchzog dann auch die Medianlinie zwischen der genannten Öffnung und der Schamspalte. Jederseits der Medianlinie, fand ich

1) Über das kaudale Rumpfende eines Fetus vom Schimpanse. Anatomischer Anzeiger, Bnd L. S. 354, Jena 4917.

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