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schiedenen Kategorien von Empfindungen und deren verschiedenartigen Reflexen einerseits und dem eigentümlichen Verlaufe ihrer Rückenmarkswege anderseits.

Betrachten wir in Fig. 1 den Kreis R als eine nicht funktionierende Reizquelle, in Fig. 2 den Kreis R' als Quelle starker protopathischer (vitaler) Reize, in Fig. 3 R" als Quelle der (meistens weniger intensiven) gnostischen (epikritischen) Reize, /^~~~\ dann sehen wir dasz eine Abneigung von den vitalen Reizen

in Fig. 2 erreicht wird durch Kontraktion der von R abgekehrten Langsmuskulatur (M), wahrend in Fig. 3 die Zuneigung zu dem gnostischen Reiz zu stande kommt durch eine Kontraktion der R" zugekehrten Langsmuskulatur (M).

Die gekreuzte Übertragung des Reizstromes in dem Rückenmarke im ersteren Falie ist also in völliger Übereinstimmung mit dem negativen Reflex, d. h. mit der Abneigung von der Reizquelle, wahrend im zweiten Falie der positive Reflex, (die Zuneigung zu der Reizquelle) und die gleichseitige Reflexübertragung mit einander in Übereinstimmung sind.

Figur 4 zeigt uns auf einem Querschnitt den Verlauf des Reflexreizes bei negativer Antwort auf vitalen Reflex wegen, Fig. 5 bei positiver Antwort auf gnostische Reize.

Im ersteren Falie findet man einen gekreuzten, im zweiten einen homolateralen Verlauf und Ablauf des Reizes.

Auch der Nutzen des gleichseitigen Aufsteigens und Absteigens der dichotomisierten Fasern ist unter diesem Gesichtspunkt deutlich, weil dadurch die nahe liegenden gleichseitigen Segmente dieselbe Wirkung integrieren.

Wie jedoch gesagt ist, möge die Sache uns teleologisch hierdurch naher gemekt sein, die Ursache jener Bahnbildung ist damit nicht erkannt.

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in den Gesetzen fin den, welche uns die Reize haben kennen lernen als die gestaitenden Krafte des Nervensystems.

Die Frage, die uns

jetzt interessiert, ist also diese: wie kann man sich denken, dasz die gestaitenden Krafte des Nervensystems diese Fasern gebildet haben?

In dieser Hinsicht verweise ich auf die von mir an anderen Stellen öfters erwahnten Gesetze der Neurobiotaxis und diejenigen der stimulogenen Fibrillation, welche in sehr ingeniöser Weise von Bok ans Licht gebracht wurden.

Die Gesetze der Neurobiotaxis können kurz zusammengefaszt werden in den Satz: dasz Bahnverbindungen, seien es dendritische, seien es axonale, sich immer bilden zwischen stimulativ korrelierten Gebieten, und dasz dabei die Haupt-Dendriten sich bilden und schlieszlich auch der Zelleib der Ganglienzelle sich verschiebt in der Richtung der maximalen Reizladung.

Das Gesetz der stimulogenen Fibrillation fügt dem hinzu, dasz die Achsenzylinder (die sich ebenfalls zwischen stimulativ korrelierten Gebieten bilden) auswachsten mit dem Reizverlauf,

R = Reizquelle.

Fig. 2 demonstriert die Abneigung zu der Reizquelle bei Kontraktion der Kontrolateralen,

Fig. 3 die Zuneigung bei Kontraktion der gleichseitigen Muskelu (M.)

R = Reizquelle. Fig. 4 demonstriert den kontro-lateralen Reflexbogen, Fig. 5 den homo-lateralen Reflexbogen der Hautaensibilitat.

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