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Über das Zungenbein der Reptilien

von

MAX FÜRBRINGER.

Es ist mir eine grosse Ehre und Freude, der Festschrift, welche den 70 jahrigen Geburtstao- meines lieben und hochgeschatzten Freundes Dr. Coenraad Kerbert ehren soll auch meiners°eits einen Beitrag beizufügen. Ich gedenke dabei der glücklichen und unvergesshchen Jahre in denen ich mit der Universitat Amsterdam verbunden war, in dem Garten und den Museen von N. A. M. so oft und gern verweilte und daselbst meine zoologischen Kenntnisse bereicherte, wo meinen zootomischen Untersuchungen zugleich durch die Güte des damaligen Directors, des hochverdienten Dr. G. F. Westerman, und meiner mit der Genootschap verbundenen Collegen und Freunde Dr. Coenraad Kerbert, Prof. Dr. Max. Weber und K. JN. Swierstra eine so reiche Förderung mit Material zu Teil ward.

Aus den Arbeiten meiner letzten Jahre wahle ich diejenigen über das Zungenbein der Reptilien aus, für welche mir auch von M. Weber und C Kerbert in jüngster Zeit zur Verfü-ung gestellte Tiere Gewinn und Untersuchungsmaterial brachten, und ich bennde mich hierbei als bescheidener Mitarbeiter zugleich auf dem gleichen Forschungsgebiete mit den drei hervorragenden hollandischen Zooiogen Prof. Eug. Ddbois, Prof. Jan Versluys und Prol. P N van Kampen, welche durch ihre in dem anatomischen (Dubois) und dem zoologischen (Versluys und van Kampen) Institute der Universitat Amsterdam ausgeführten Untersuchungen für die wissenschaftliche Erkenntnis dieses Organes so Bedeutungsvolles, zum Teil selbst Bahn-

brechendes geleistet haben. . .

Die Ungunst der Zeitverhaltnisse hat es mir leider nicht erlaubt, meme bezuglichen Untersuchungen in ihrem ganzen Umfange und in gleichmassiger Bearbeitung zum Abschlusse zu brinaen So kann ich für jetzt zu meinem Bedauern nur einen kurzen, an bereits Bekanntes anknüpfenden und nicht viel Neues darbietenden Auszug des ersten Abschnittes mitteilen, indem ich zugleich der Hoffnung Ausdruck gebe, dass es mir noch vergönnt sein möge, die ausführlichere, mit Abbildungen versehene und der alteren und neueren Literatur besser Rechnung tragende Arbeit in absehbarer Zeit zu veröffentlichen. Von emer Berücksichtigung der ausgestorbenen Reptilien muss hier in der Hauptsache abgesehen werden.

I. DAS I1YOID DER LEBENDEN REPTILIEN.

Das Zungenbein der lebenden Reptilien besteht in seiner vollkommensten Ausbildung, wie seit langer Zeit bekannt ist, aus einem unpaaren Körper, Corpus (Copula, Basihyale und Basibrancbiale), der sich nach vorn in einen schm&leren in den hmteren Teil der Zunge einragenden Fortsatz, Processus lingualis (Pr. entoglossus), verjüngt, und drei, seitlich mit dem Körper in verschiedener Weise verbundenen Hörnerpaaren, einem vorderen, dem Cornu hyale, einem mittleren, dem Cornu branehiale I, und einem hinteren, dem Cornu branehiale 11.

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