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dem direct neben ihm verlaatenden Cornu hyale die Grundlage der paarigen seitlichen Kehltalte dieses Tieres.

Das knorpelige Cornu branehiale II. tritt in seiner functionellen Leistungsfahigkeit mehr oder minder erheblich hinter dem Cornu branehiale I. und meist auch dem Cornu hyale zurück, ist auch derjefhge Teil des Zungenbeins, welcher im Allgemeinen dem Reductionsprocess am frühesten und ausgiebigsten unterworfen ist. Dafür besitzt es eine morphologische und zum Teil taxonomische Bedeutung, welche die des 1. Branchialhorns bei weitem übertrifft und der des Hyalhorns nur wenig naehsteht. Die auf dasselbe untersuchten Lacertilier bilden zugleich eine vergleichend anatomische Entwickelungsreihe, welche in glücklieher Weise den Rückbildungsgang dieses Hornes aufhellt und manche früher des Zusammenhanges beraubten und daher unverstandlich gebliebenen Verhaltnisse klarlegt. Den Anfang dieser Reihe bildet Coleonyx elegans, Vertreter der Eublepharidae, der (nach Cope's Abbildung 92) ein langes von dem lateralen Bereiche des Hinterrandes des Körpers ohne Grenze abgebendes 2. Branchialhorn besitzt, das zuerst caudalwarts nach hinten, dann im Bogen lateralwarts und dorsalwarts und endlich rostralwarts sich nach vorn wendet, wobei es das dorsale Ende der 1 Branchialhornes, von diesem bedeckt, kreuzt und der Innenflache des ventralen Randes des Muse. episterno-cleido-mastoideus ahliegt; schliesslich endet es, im dorsalen Bereiche des Halses nach vorn verlaufend, in der Nahe der dorsalen Schenkel des Hyalhornes. Dieses Gebilde fasse ich als das gesamte einheitliche Cornu branehiale II. auf, wobei noch daran zu denken ist, ob nicht der letzte, in longitudinaler Richtung nach vorn verlaufende Teil einer Commissura termmalis (Gaupp 93), wie sie in allerdings abweichender Weise bei urodelen Amphibien beobachtet. wird, zu vergleichen sei. Bei den anderen von mir auf das 2 Branchialhorn untersuchten Eublepharidae, Psilodactylus caudicinctus und Eublepharis macularius hat eine Sonderung dieses gemeinsamen Hornes in einen ventralen und dorsalen Teil stattgefunden, beide lange, sich noch berührende Abschnitte, welche an der Berührungszone eine kleine Strecke lang neben einander liegen; und die gleiche Sonderung und Bildung bieten Cope's Abbildungen (92) der beiden Vertreter der Fam. Xantusiidae, Xantusia riversiana und Lepidophyma flavomaculatum dar, wobei zugleich bei letzterer Art das dorso-rostrale Ende des dorsalen Teiles noch eine secundare Verbindung mit dein Basioccipitale eingegangen ist Bei allen anderen Lacertilia vera sind beide Teile, soweit sie bei ihnen überhaupt noch vorhanden, namentlich der dorsale, mehr verkümmert und mit ihren ursprünglich benachbarten Enden ausemander gerückt; doch weist insbesondere bei den Scincidae der caudallateralwarts gehende Verlauf des ventralen Teiles noch auf die Richtung hin, wo der dorsale leil sich behndet. Es ist bemerkenswert, dass die wenig verwandten Eublepharidae und Xantusiidae im Wesentlichen die gleichen Bildungen darbieten und dabei zugleich von den (den Eublepharidae nahe verwandten und tiefer stehenden) Geckonidae, bei denen der ventrale und dorsale Teil weit mehr verkümmert sind, quantitativ so erheblich abweichen. Weitere Untersuchungen, namentlich zur Entscheidung der Frage, ob hier auch an secundare Convergenzen zu denken sei, sind wünschenswert. Der ventrale Teil (Cornu branehiale II. ventrale) zeigt von einer noch ansehnlichen Ausbildung bis zu einer weiter fortgeschrittenen Rückbildung und bis zum völligen Schwunde alle möglichen Zwischenstufen, selbst mnerhalb der Familien, z. B. der Geckonidae, Zonuridae und Scincidae, bei denen gut entwickelte, massig grosse und kleine, zum Teil nur mikroskopisch nachweisbare ventrale Teile sich tinden, die continuirlich von dem hinteren Rande des Corpus ausoehen und vorwiegend an den beiden Seitenrandern der Trachea in caudaler Richting verlaufen Bei verschiedenen Geckonidae, bei Uroplates, Xenosaurus, den Anguidae, Anniella, Heloderma Varanus, den meisten Teiidae, Rhineura (Cope), Gerrhosaurus (Cope), einzelnen Scincidae' darunter namentlich Acontias, ferner Typhlosaurus und Dibamus, fehlen sie ganz, sind dagegen vornehmlich bei vielen Vertretern der Lacertidae und Scincidae noch sehr gut ausgebildet Hierbei sind die mit wohlentwickelten Extremitaten versehenen eidechsenartigen und die der ausseren Gliedmassen entbehrenden schlangenahnlichen Lacertilier zu unterscheiden. Bei den Ersteren kennzeichnet die tiefer stehenden Familien eine noch gute Persistenz des Cornu

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