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Stannius (56), Briihl (80), Peters (82), Ludwig Ferdinaud Prinz von Bayern (84), Walter (87) Boulenger (89) Hoffmann (90), Gegenbaur (98), Siebenrock (98, 00, 06, 13), Oppel (00), Gaupp (05), Fuchs (07), Wiedersheim 90) Bütschh (10), Ogushi (11, 12), Kunkel (11, 12) und Nick (12) hier angeführt seien.

Dank vor Allem den ausgezeichneten, eingehenden und reich mit Abbildungen versehenen Veröffentlichunoen Siebenrock's waren eigene ausgedehntere Untersuchungen nicht nötig. Ich verfüge dementsprechend nicht über viele eigene Beobachtungen, mit denen ich übrigens Siebenrock's Angaben immer bestatigen konnte, gewann aber einen ausreichenden Überblick über die betreffenden Bildungen der Chelonier (nur von der die Osteologie der Fam Carettochelyidae behandelnden Arbeit von Waite (05) konnte ich leider keine Kenntnis erlangen). Das mir durch die früheren und die eigenen Untersuchungen zur Verfügung stehende Material erstreckt sich über 63 Arten wovon wieder zahlreiche in mehreren Individuen, die sich nach Siebenrock's System (09), einer Verbesserung des von Boulenger (89) gegebenen, folgendermassen verteilen:

I. Superf. Cryptodira. II. Spf. Cheloniidea (Euereta, Pinnata).

1. Chelydridae (2). 6. Cheloniidae (3).

2. Cinosternidae (6). 7. Dermochelyidae (1).

3. Dermatemydidae (1). III. Spf. Pleurodira.

4. Platysternidae (1). a Pelomedusidae (2).

5. Testudmidae. 9. Chelyidae (9).

I SdinTna(e2(12). ^ Spf\^nychoidea.

v ' 10. Carettochelyidae (0).

11. Trionyehidae (14).

Das Hyoid der Chelonier ist nach einem von dem der Rhynchocephalier, Lacertilier und Ophidier ganz abweichenden Plane gebaut und gibt sich als die massivste und im Verhaltnis zur Schadelgrösse voluminöseste Bildung unter den Zungenbeinen der lebenden Reptilien zu erkennen. Zugleich gewinnt es mit zunehmendem Alter eine mehr oder minder weitgehende Verknöcherung, die neben dem Cornu branehiale I. auch den Körper und die anderen Hörner ergreift, also Teile, die bei den oben genannten Ordnungen zeitlebens im Knorpelzustande verbleiben. Der Körper kennzeichnet sich durch eine erhebliche Langendimension, und dementsprechend sind die mit ihm verbundenen drei Hörnerpaare bereits bei ihrem Abgange vom Corpus weiter von einander entfernt als bei Sphenodon und den Lacertiliern. Das ganze Zungenbein gewahrt dabei in seinen meisten Teilen ein gleichmassigeres Geprage, welches namentlich und nicht ganz mit Unrecht als ein Kennzeichen primitiverer Bildung aufgefasst worden ist. Doch stehen diesem Verhalten andere Züge gegenüber (weitgehende Verknöcherung, Verhalten des hyalen Horns u.s.w.), die wieder mehr für eine höhere, von den Anfangen entferntere Ausbildung sprechen. Jedenfalls muss die von sehr vielen Autoren vertretene Auffassung von der niederen Stellung des Zungenbeins der Schildkröten cum grano salis beurteilt werden! '

Der Körper, über dessen Bildung und spatere Verknöcherung wir Boulenger (89) und namentlich Siebenrock (98, 00, 06, 13) eine Fülle bedeutungsvoller Mitteilungen verdanken, bildet eine lange und ziemlich breite Platte, welche ventral sich convex wölbt und dorsal concav und mit einer für die Einlagerung der Trachea bestimmten und mehr oder minder deutlich ausgepragten Rinne (Sulcus tracheae) versehen ist. In der Regel übertrifft die rostrocaudale Lange die transversale Breite (um ein recht Erhebliches bei den Chelyidae); bei den Testudininae dagegen ist der Körper meist breiter als lang und unterscheidet sich darin auch von dem der nahe verwandten Emydinae. Den Untersuchungen von Fuchs (07) an frühen embryonalen Stadiën von Emys orbicularis verdanken wir die Beobachtung, dass der Körper sich aus drei Copulapaaren aufbaut, welche Zusammensetzung aus 2 bis 3 auf einander folgenden, jedoch unpaaren Copulae auf Grund des Abganges der Hörner von einigen Autoren (u. A. Parker und Gegenbaur) schon früher vermutet worden war. Bei gewissen Arten von Testudo, sowie bei Dermochelys bleibt der Körper zeitlebens oder wenigstens bis zum höchsten Alter (das bisher noch nicht bei diesen Tieren zur Untersuchung gekommen) knorpelig; bei der Mehrzahl der Chelonier verknöchert er ganz oder teilweise nach der Geburt, in einer sehr wechselnden Weise, worüber Siebenrock genauere Mitteilungen macht. Dieser Wechsel erlaubt nicht, aus der Art der Verknöcherung speciellere Schlüsse hinsichtlich des copularen Aufbaues des Körpers zu machen. Manche Chelonier, insbesondere unter den Testudinidae (incl. Emys) und Pleurodira, zeigen auch paarige oder unpaare, mit Membran versehene Fensterbildungen. An den Seitenrandern kennzeichnen sich die Abgangsstellen der drei Hörnerpaare zumeist durch besondere Fortsatze (Processus laterales anterior, intermedius und

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