Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

Denn angesichts der von ihm ebenfalls zitierten Wörter vom Typus billima, salübsna ist für Substantive auf -sna Flexion nach dem Akzentschema von lit. galva: gdlvq kaum annehmbar. Wenn aber apr. spigsna keine Form wie galva ist, so muss es seine Oxytonierung durch das De Saussuresche Gesetz bekommen habeu, und dann muss dast'Zirkumflexus haben. Noch einwandfreier ist die Annahme von Zirkumflexus bei idis (lx; Akk. idm lx, daneben idin lx): durch lit. valgis, kandis u. dgl. wird, wie Bezzenberger richtig bemerkt, diese Intonation sichergestellt.

Man könnte freilich die Hypothese aufstellen, dass idis einen sekundaren, durch ist und andere Verbalformen, eventuell auch durch das Substantivum *ida. idai „Essen" (= lit. êda) hervorgerufenen Akut habe. Zu solchen vollstandig in der Luft schwebenden Hypothesen darf man aber bloss dann seine Zuflucht nehmen, wenn keine andern Wege offenstehen. Nun gibt es aber im vorliegenden Falie einen einfacheren Weg, den vorliegenden Tatsachen gerecht zu werden: wir dürfen das Lautgesetz aufstellen, dass j e d e s nicht auslautende ë im Dialekte des Enchiridions zu i geworden ist. Diejenigen Formen, die für ein solches Lautgesetz ins Feld geführt werden können, wurden schon besprochen; gegen dasselbe könnte man höchstens wëraui „wahret", etwëre „tust auf", trënien „Drohen" anführen. Wëraui ist aber ein Lehnwort, und zwar vermutlich ein junges Lehnwort, — etwëre übersetzt an der einzigen Stelle, wo es vorkommt, das deutsche „thust auff", es ist also eine Prasensform: im Prasens ist aber der lange Vokal absolut unverstandlich, so dass wir wohl annehmen mussen, dass die Form verfehlt ist. Es bleibt also nur das einmal vorkommende Substantiv trënien „Drohen" übrig. Es gehort wohl mit trinie „droht" zur selben Basis tren-, trtn-, die in lit. trinn, trinti „reiben" vorliegt; mehr Formen verzeichnet Leskien Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen 352 [90]. Es könnte nun der Gedanke aufkommen, dass trënien zur von Leskien Die Bildung der

Sluiten