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von maita u. dgl. von der so nahe liegenden Identifizierung der Endung -a mit dem lit. -o abhalten lassen, als ein ahnliches Verhaltnis bei apr. wedde: lit. vèdê wiederkehrt. Sogar wenn die von Bezzenberger vorgeschlagene Herleitung von ■ë aus -ëje(t) lautlich möglich ware, würde ich mich nicht entschliessen, weddë von lit. vSdé zu trennen: es stimmen ja auch der Prasens- und der Infinitivstamm vollstandig mit den litauischen überein (Imperat. weddeis Enchir., im 1. Katechismus wedais, im 2. Kat. wedeys: lit. vedi, te-vedë; west, westwei: lit. vèstt). Auch bei ismigë „entschlieff" (d. h. „schlief ein") ist die Ansicht Bezzenbergers KZ. 41, 107 dass diese Form nicht zu lit. -rnihti, Pras. mingu, sondern zu einem mit poln. mieéübereinstimmenden Zeitwort gehore, ziemlich gesucht: die inchoative Bedeutung des apr. Prateritums macht diese Hypothese sogar sehr unwahrscheinlich. Weddë und ismigë werden also aller Wahrscheinlichkeit nach altes -ë(t) haben; dann wird dasselbe wohl auch fürs dritte Preteritum auf d. h. für billë, gelten.

Der Gegensatz zwischen weddë, ismigë, billë einerseits und perlraüki „verschloss" anderseits könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass die Praterita mit kurzer Wurzelsilbe die Endung, diejenigen aber mit langer, akutierter Wurzelsilbe die Wurzel betonen, und die Formen billats „sprach": hüra „baute" könnten uns für die a-Praterita ahnliche Verhaltnisse vermuten lassen. Dieses Material ist aber zu gering urn irgend welche sicheren Schlüsse zu gestatten, Beispiele, wo zirkumflektierte Lange der Wurzelsilbe feststünde, fehlen. Wir könnten freilich für en-deira „sah an" zirkumflektiertes ei vermuten und anneh men, dass zirkumflektierte Lange mit Kürze auf einer Linie stehe, — aber eine solche Vermutung findet in den Prasensformen auf -a(t) keine Bestatigung: laihu „halten" = lit. laiio, per-banda „versucht" = lit. bando. Eine barytonierte Prasensform auf -ë(t) dürfte in dem dreimal in ein und demselben Satze vorkommenden per-lanii „gebührt" vorliegen (das Verhaltnis vonj»«r-fö»iib'zum einmal belegten per-Unhei „gehort" ist nicht klar •»). Istper-lankei vielleicht

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