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und dann auch Hlausè, was ihre Stammbildung anbetrifft, den litauischen Prateritis »aU, klaüsê usw. entsprechen. Diese Ansicht berührt sich nahe mit derjenigen Bezzenbergers, der KZ. 41, 100 f. für billa: billë ein Stammpaar auf -ai-: -èv- annahm und in dem i des Infinitivs ein mit dem idg. Langdiphthong ablautendes * erblickte.

Gegen die Vermutung, dass das Verhaltnis von billa zu billë demjenigen von lit. »&ko zu saké entspreche, kann natürlich der Funktionsunterschied der Formation auf -ë in den beiden Sprachen geltend gemacht werden. Diesen Ein wand möchte ich beantworten mit der Bemerkung, dass im Enchir. dieselben zwei Stamnie, die fürs Prasens gebraucht werden, auch im Prateritum auftreten (billë „nannte": billa, billa-U „sprach"), und dass auch sonst in der Sprache Wills Prasens und Prateritum nicht als streng voneinander getrennte Kategorien betrachtet werden können; s. den letzten Teil des X. Kapitels. Damit soll freilich nicht gesagt sein, dass ich diese Auffassung von billë (-e): Ulla (-a) usw. für mehr als eine Moglichkeit halte.

Die Beurteilung der Prasentia mit Wechsel von -ë und -a hangt aufs engste mit unserer Auffassung von der litauischen Klasse von sakaü, s&ko: sakyli zusammen. Halt man den hier auftretenden Ablaut (o aus) a: i für aus derindogermanischen Grundsprache ererbt, so kann man kaum anders tun als für billa: billit usw. diesen selben Ablaut annehmen; billé usw. müssen dann auf eine der zwei oben angedeuteten Weisen erklart werden. Nun haben Bartholomaes Untersuchungen über den indogermanischen Ablaut ai (woraus unter gewissen Bedingungen a, entstand): » (Studiën zur indogermanischen Sprachgeschichte 2, 63 ff.) die Vermutung nahe gelegt, dass dieser Ablaut in lit.-o: -y-ti fortlebe, und tatsachlich haben mehrere Forscher eine solche Ansicht ausgesprochen: s. Bartholomae aaO. 181 f., J. Schmidt Festgruss an Roth 184, Uljanov Znacenija glagol'nych osnov v litovsko slav'anskom jazyke' 2, 231 ff., Porzezinskij aaO. 138 ff. (s. Berneker Archiv f. slav. Phil. 25, 495 ff.),

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