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seinem Buche „Der Ablaut der Wurzelsilben im Litauischen" zusammengestellten Materials ersehen kann, aber ganz fehlen sie nicht (vgl. z. B. liniéti „kriechen": lindoti „wo stecken", lUtgëü „schwanken": lingoti „schweben, wackeln"), und möglicherweise ist die Anzahl dadurch verhaltnismassig so gering, dass in einer reichen Verbalklasse (-au: -iau: -yti) der a-Statnm regelmassig fürs Prasens und der «-Stamm ebenso regelmassig fürs Prateritum gebraucbt wird 17).

Aus dem Vorhergehenden ergeben sich für billë, quoit», stallë drei Erklarungsmöglichkeiten l8), und zwar: 1. die Prasensformen billë, quoitë, »tallè gehören zu den altesten Formen dieses Typus; ihr Stammesauslaut war von alters her mit dem der zugehörigen Infinitive (billit aus *bi/ëti usw.) identisch, 2. 19) die drei Formen hatten von alters her -ë-, in Abweichung von dem Infinitiv (mit billa: billë: billit vgl. lit. s&ko: saké: sakytï), 3. die drei Formen kamen nach Analogie von milë: milijt auf, nachdem der Infinitivausgang -ëti mit -iti in -u(ï) zusammengefallen war. Ich verzichte auf eine Entscheidung zwischen diesen drei Möglichkeiten, ebenso wie ich nicht ausmache, welche der zwei von mir besprochenen Ansichten bezüglich der litauischen a«^i-Klasse das Richtige trifft. Für meiuen Zweck ist eine solche Entscheidung gar nicht nötig, denn in keinem Falie widersetzt sich die Kategorie von billë meiner Annahme, dass das -ë der altpreussischen Formen der 3. Person Pras. und Prat. auf -è\t) zurückgeht.

In Ueberein8timmung mit dem Litauischen werden wir für das -ë der preussischen 3. Person Zirkumflexus annehmen mussen; die Erklarung dieses Zirkumflexus ist nicht leicht zu geben. wir brauchen aber auf diese Frage jetzt nicht einzugehen. Einen ahnlichen Zirkumflexus kann auch bhe „war" gehabt haben, — wenn jedenfalls diese Form mit abg. bë „id." auf idg. *bh(w)ët zurückgeht (so u. A. Berneker 228; vgl noch gr. icpir,) und nicht mit Bezzenberger KZ. 41, 108, Trautmann 290 für identisch mit bëi, bei „id." zu halten ist. Diese letzte Form werden die zuletzt genannten

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