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andere Hypothese aufgestellt worden ist; siehe auch Buck A grammar of Oscau and Umbrian 140, Brugrnann Indogerm. Forsch. 23, 312. Nun kommt es mir methodisch unrichtig vor, auf einer für ein paar umbrosamnitische Formen vorgeschlagenen, aber bei wei tem nicht allgemein anerkannten Hypothese eine Erklarung altpreussischer Formen aufzubauen, — und deshalb muss ich Trautmanns apodiktische Behauptung: „Mien, tien, tien beruhen auf mi, ti, si + der Partikel -an" für eine in der Luft schwebende Vermutung halten.

Derselben Ansicht scheint jetzt auch Bezzenberger zu sein. In seiner Besprechung von Trautmanns Buch verweist er (KZ. 44, 327) auf die eben erwahnte Stelle Brugmanns, wo dieser Gelehrte umbr. tiom, osk. siom als substantivierte Neutra von Possessivpronomina auffasst, und auf KZ. 26, 398 Fussn., wo J. Schmidt für das Samlandische ie „als

Vertretung eines ursprünglich einheitlichen e oder i

nur vor n, einmal vor r" annimmt und als Beispiele u. A. mien, tien, tien anführt.

D&rfen wir hieraus schliessen, dass Bezzenberger jetzt die Leskiensche Auffassung dieser Formen weniger verwerflich findet als früher? Ich glaube ja; auf jeden Fall zeigt seine Bemerkung, dass er Trautmanns Ansicht, welche sich mit der früher von ihm selber ausgesprochenen Meinung nahe berührt, für anfechtbar halt.

Ich hoffe dargetan zu haben, dass nicht bloss Trautmanns Meinung, sondern auch die Hypothesen von Berneker und Brugrnann einen geringen Wert haben. Weiter glaube ich, dass das zu sem(m)ien usw. Bemerkte im Zusammenhang mit dem über mien, tien, sien Gesagten die Annahme plausibel macht, dass auslautendes -en im Samlandischen zu -ien geworden ist. Bisher behandelte ich aber nur einen Teil des in Betracht kommenden Materials. Eine richtige Beurteilung des Tatbestandes wird erst durch eine Betrachtung samtlicher Akkusative auf -in und -ien möglich werden.

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