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in dem w liegt (vgl. die Orthographie krmuwiey in II; s. Verf. Neophilologus 2, 244). Mit der Verschiebung der Silbengrenze (-an\jen> -anjnjen; -au/je> -av/wje) wird der Uebergang von je in ie im Zusammenhang stehen. Eine ahnliche Lautentwicklung ist mir aus der hollandischen Volkssprache bekannt, wo Deminutiva wie kopje mit -i (nach.den niederlandischen orthographischen Regeln ware koppie zu schreiben) anstatt -jp gesprochen werden. Ueber krawia usw. s. Zupitza KZ. 40, 252, der freilich in der samlandischen Silbentrennung keine Neuerung, sondern eine aus der indogermanischen Periode ererbte Altertümlichkeit erblickt; in diesem Punkte weiche ich von Zupitza ab: dazu veranlasst mich nicht bloss die Uebereinstimmung zwischen lit. kraüjas und apr. crauyo „Blut" im Elbinger Vok., sondern vor allem der Parallelismus mit -annien aus -anjan.

Wenn bei den Adjektivformen auf -annien -jan über -jen zu -ien geworden ist, so dürfen wir eine ahnliche Entwicklung auch für andere Akkusative auf -jan voraussetzen. Und tatsachlich liegt in den meisten Akkusativen von ja-Stammen der Ausgang -ien vor, und dort, wo wir etwas anderes finden, ist gewöhnlich der Grund der Abweichung klar. Das viermal auf êiner Seite vorkommende tawischan „Nachsten" — neben tawischen, tawisen, je 1 X — wird deshalb -an haben, weil das j mit dem vorhergehenden Konsonanten (oder Konsonantengruppe sk) in den Laut / zusammengeflossen war. Eikijs „Herr" hat im Enchiridion ausnahmslos den Akkusativ ri(c)kijan = rekian I; auch reykyen II wird dieselbe Endung haben: e für a kommt bekanntlich in II oft vor. Offenbar blieb das -«- von -ïjan auf dem ganzen samlandischen Gebiete bewahrt: vgl. auch kaJMan (1 X) Akk. „Schwert" (Vokab. kalabian, lit. kalavijas N. S.) und ttrUan (1 X) „dritte" (Akk. Sg. F.) = tirtien II, wohl = ai. Iftiyam. Daneben tirtan (1 X Ench.), tortin (1 X Ench.), tirtin (1 X in I). Von den übrigen Formen fallt uns bloss das zweimal vorkommende etwerpsennian „Vergebung" (neben sechsmaligem etwerpsennien; ausserdem 1 X -ennin, 1 X -enmnn)

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