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das gewiss ein ;a-Stamm sein wird (idis, mskl.: 49, 15 atawids idis „solch Essen"; = lit. Mis, èdèio), kommt nur ein Akkusativ auf -in vor: po idin „nach dem essen" 53, 21; pobïtas idin „nach dem Abentmal" 49, 10, — und die S. 30 besprochenen Formen aus I und II machen es wahrscheinlich, dass diese Form allgemein-samlandisch war. Auch von *amsis „Volk" kommt nur ein Akkusativ amsin vor (2 X). Allerdings könnte dieses Wort auch ein i-Stamm sein; das Litauische besitzt bekanntlich neben dem jaStamm dm'zias, -is einen i-Stamm dmzis. 47)

Bei den Adjektiven sind ja- und i-Deklination kaum auseinander zu halten. Wie man aus Trautmann 245 f. ersehen kann, kommen mehrere Akkusative auf -in vor und nur einer auf -ien: deinennien „taglich" (2 X auf éiner Seite; auf derselben Seite einmal deinennin; I und II haben deininan bezw. deyninan). Die weiblichen Formen werden mit den mannlichen identisch sein.

Bei den Komparativen und den aktiven Partizipien ist -in aus -m zu erwarten; vraisin „alter", vcka kuslaisin „schwachst", ainangimmusin „eingeboren" sind also lautgesetzliche Formen. Die weiblichen Akkusative maldaisin „jüngst", nidruwintin „unglaubig", ripinün „folgend" werden mit den mannlichen Formen identisch sein, und nicht, wie Trautmann 248 und 254 vermutet, -in aus indogerm. -im haben. -in aus -m liegt weiter in smunentin (2 X) „Menschen" vor. Das daneben vorkommende smunentien (1 X) ist wie nacklien, nantien zu erklaren; s. S. 33.

Ausser den bisher besprochenen Formen enthalt das Enchiridion noch eine grosse Anzahl Akkusative auf -in und einige auf -ien. Ich werde sie in alphabetischer Folge mitteilen. Wenn kein Nominativ Sing. mit angeführt wird, so bedeutet das, dass dieser Kasus in den altpreussischen Texten nicht vorkommt; in diesem Falie zitiere ich, wo es möglich ist, eine oder mehr andere Formen aus dem Altpreussischen oder aus verwandten Sprachen. Das mitgeteilte Material zeigt mit genügender Deutlichkeit, dass

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