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schlüsien (1 X) „Dienst". Postverbales Nomen.

schlüsuikin (1 X) „Dienerin". N. S. schlüsnikai [1 X).

skrijsin (1 X), serisin (1 X), scrijsien (1 X) „Kreuz". Vgl. lit. kr ij zins. Wie dieses aus poln. krzyi.

smünin (1 X) „Ehre". Wohl postverbal.

spartin (1 X) „Kraft". Zum Adjektiv sparts.

sündin (1 X) „Strafe". Daneben sündan (1 X). Der Genitiv lautet sündis (1 X). Aus poln. sqd.

tarin (IX) „Stimme". Tarin: lit. tariè = lit. zödi: iadul *9) S. Trautmann 446.

toltin (1 X) „Zoll". N. S. tols (1 X). Aus dem Deutschen.

trënien (1 X) „Drohen". Zu trinie „droht".

war tin (1 X) „Tür". Vgl. Vok. warto Neutr. Plur., lit. vaftai.

wëisin (1 X) „Frucht". Vgl. lit. vaïsius. S. oben skrijsin, und Trautmann 237.

wijrin (IX) „Mann". Daneben wijran (3 X; 1 X unrichtig mit -au geschrieben), wiran (1 X). N. S. wijrs, wirs = lit. vyras. Beachte den Akkus. Plur. sallübaiwïrins (1 X) „Ehemanner". S. Trautmann 237; die dort für wijrin gegebene Erklarung ist freilich nicht mehr als eine Möglichkeit.

Nach dieser ausführlichen Besprechung der samlandischen Akkusative auf -in, -ien kehren wir zu unserm Ausgangspunkte, der Vertretung von -ën, zurück. Die Betrachtung der nominalen Akkusative führte uns zu demselben Ergebnis wie diejenige von mien, tien, sien: auslautendes -ën ist im Samlandischen zu -ien geworden.

Dieses Lautgesetz wird mit der bekannten Neigung des Samlandischen, inlautendes -en- in -ien- zu andern, irgendwie zusammenhangen, und J. Schmidt war m. E. auf dem richtigen Wege, als er K. Z. 26, 398 Fussnote apr. mien, tien, sien zusammen mit piëncts „der fünfte", auskiëndlai „er ersaufe", tiënslwei „reizen" als Beispiele für die „Vertretung eines ursprünglich einheitlichen e" durch ie anführte. Auch sfyienuns „gelitten habend" im II. Katechismus, das orthographisch genau mit pyienkts (II) übereinstimmt, wird hierhergehören. Es ist aber nicht möglich, all diese Falie

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