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ob vielleicht auch -ën zuerst zu -en gekürzt und erstdann zu -ien geworden ist; und, soviel ich sehe, ist eine solche Vermutung ebensowenig zu widerlegen wie zu beweisen. Sollte wirklich die Zwischenstufe -en anzunehmen sein, so ware angesichts der Regel massigkeit, mit welcher ie bei mien, tien, sien auftritt, für en „in" und een „mit" Inlautsund kein Auslautsvokalismus anzunehmen, was an sich sehr gut möglich ware. »») Ich möchte aber lieber in -ien die direkte Fortsetzung von -ën erblicken und für die Kategorien von mien, semmien usw. einerseits, piencts usw. anderseits zwei voneinander getrennte, wenn auch vermutlich durch eine und dieselbe Sprachtendenz hervorgerufene Lautanderungen annehmen: einen ausnahmslosen Üebergang von auslautendem -ën in -ien und einen sporadischen Üebergang von inlautendem -en- in -ien- (-iën-).

Abgesehen von der Gruppe -ën entwickelte das ësich im Samlandischen gemass der S. 23 f. formulierten Regel. Auch aus dem ë der Genitivendung -ës ware also auf lautgesetzlichem Wege i, i entstanden. Trotzdem bezweifle ich, ob Berneker 139, 189, Trautmann 232 recht haben, wenn sie die Endung von teisis, gijwis als die regelmassige Fortsetzung des baltischen Ausganges -ës auffassen. Diese Frage hangt aber mit dem ganzen Probleme vom altpreussischen Genitiv Singular zusammen und muss innerhalb dieses Zusammenhanges behandelt werden. S. das V Kap.

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