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en-cops (I), en-quoptzt (II) „begraben". Sowohl Berneker wie Trautmann gehen von einer Gruadform mit d aus; s. Berneker 143, Trautmann 109. Aus diesen beiden Stellen ergibt sich aber die Wahrscheinlichkeit einer solchen Deutung nicht. Bekanntlich kommt samlandisches o für a besonders oft im auslautenden -on für -an vor, B»)sonstnur sehr sporadisch. RS) Ware es nun nicht mehrals auffallig, wenn nur das éine Wort en-kop/s (encopt, enquoptzt) regelmassig o aus d hatte? Weil der o-Vokalismus in den drei Katechismen 5G) vorkommt, in einem derselben sogar an drei Stellen, ist die Alleinherrschaft der Form mit o nicht als eine orthographische Zufalligkeit zu betrachten. Das hat auch Berneker gefühlt; er hat deshalb an die Richtigkeit seiner Auffassung gezweifelt, und sich die Frage gestellt, ob nicht langes o vorliegen könne, diese Frage aber vernemend beantwortet, weil das o nie das Langezeichen hat und weil nach einem Guttural u (ü) zu erwarten ware. Was die Entwicklung des a 5 7) betrifft, so glaubte Berneker, dass es nach Gutturalen und Labialen stets in u («)übergegangen sei; spater hat Bezzenbergers Aufsatz über po die Unrichtigkeit dieser Aunahme dargetan. Ich glaube deshalb, dass Berneker, wenn er sein Buch zehn Jahre spater geschrieben hatte, sich durch das o weniger von der Annahme eines langen Vokales hatte abschrecken lassen. Und die Schreibweise enkopts, nicht *enköpte, an allen drei den Stellen des Enchiridions ist nicht auffalliger als enimt Inf. (1 X), enimton Inf. (1 X), enimU Part. (3 X), wahrend ïmt an der einzigen Stelle, wo es vorkommt, das Langezeichen hat.

Ich erblicke also in (en-)kopts ein urbaltisches *kap-ta-t. Der Infinitiv dazu würde *kap-ti lauten und ich glaube, dass dieser Infinitiv tatsachlich in lit. kópü „klettern, steigen" vorliegt. Zur Bedeutung dieses Zeitwortes Folgendes: der Bedeutung „klettern" kann die Vorstellung einer kratzenden, scharrenden Bewegung zugrunde liegen, wobei man sich mit Handen, Füssen und Knien an die

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