Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

KAPITEL III.

Zur samlandischen Vertretung des baltischen ö. 61) S. 45 wurde bemerkt, dass das dürftige Material der Katechismen uns nicht gestattet, für die Vertretung des baltischen a, im Samlandischen eine Regel aufzustellen; dass das a nach Dentalen als a, a auftritt, ist klar; von welchen Bedingungen aber die Entwicklung von a nach Labialen und Gutturalen bald zu o, bald zu ü, u abhangig war, wissen wir nicht.

Ebenso grosse Schwierigkeiten bereitet uns das baltische ö. Nicht über alle Teile dieses Problemes habe ich etwas Neues zu sagen. Deshalb begnüge ich mich mit einigen Bemerkungen zu einem Teile des preussischen Materials, der bisher nach meiner Ansicht unrichtig oder (von Berneker) nur teilweise richtig beurteilt wurde. Für das Uebrige verweise ich auf Berneker 148 ff., Archiv f. slav. Phil. 25, 476, Trautmann 122 ff., 128 ff., Bezzenberger KZ. 44, 302 ff., an welchen Stellen auch die frühere Literatur mitgeteilt wird. Was das litauische ü anbetrifft, so bemerke ich, dass ich es als die regelrechte Fortsetzung des idg. (urbalt.) ö betrachte; daneben scheint aber o aus idg. ö vorzukommen; nicht für alle Falie, wo es vorliegt, ist m. E. eine befriedigende Erklarung gegeben worden; s. S. 53.

Baltisches o werden wir für tickröma- (Nom. Plur. tichrömaï) „gerecht" nebst seinen Ableitungen und für perönin (Akk. Sg. F.) „geraein", peröni „Gemeinde" nebst Ableitungen annehmen müssen (s. Berneker 152 f., Trautmann 129); denn was könnte das ö dieser Formen sonst sein ? Baltisches a ist wohl ausgeschlossen; und alle übrigen Vokale und Diphthonge kommen noch weniger in Betracht.

Sluiten