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KAPITEL IV.

Samlandische Flexionsformen auf -ei und -ai und das Problem vom preussischen ë.

Trautmann hat Die altpreussischen Sprachdenkmaler 242 f., um den doppelten Ausgang des adjektivischen Nomin. Plur. (hanxtei : dürai usw.) zu erklaren, für die samlandische Sprache das Lautgesetz angenommen, „dass -ei und -ai, das auf altem Kurzdiphthong beruht, im absoluten unbetonten Auslaut dem Verfall unterliegt: es erscheint als -ei, -ai, -i, -e, d. h. zu der Zeit, aus der die Katechismen stammen, herrschte noch éin starkes Schwanken, so dass die Uebersetzer verschiedene Laute gebrauchtsn: es wird einoffner e-Laut mit bald stark, bald schwach vernehmbarem i-Nachklang gewesen sein. Dies steht im Gegensatz zu der Exaktheit, mit der besonders in III die ei und ai sonst auseinandergehalten sind."

Gegen diesen Passus hat sich Solmsen KZ. 44, 170 ff. gewandt. Er weist darauf hin, dass, „wenn wir von den Schwachungen e, i absehen"^ ein Teil der Formkategorien nur -ei, ein anderer Teil nur -ai und eine dritte Gruppe sowohl -ai wie -ei hat: es wird dann weiter nachgewiesen, dass bei den zur dritten Gruppe gehörigen Kategorien nur je eine Endung alt ist, wahrend die andere auf analogischem Wege aufkam.

Ich glaube, dass Solmsen vollstandig recht hat, — und das wird jetzt wohl die am meisten verbreitete Ansicht sein. Weil ich aber nicht in allen Einzelheiten mit Solmsen einverstanden bin und seinen Ausfübrungen hie und da einiges hinzufügen kann, widme ich den Formationen auf

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