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Uebereinstimmung zwischen zem. vagei, vagi und abg.pqti, kosti, eine baltoslavische Dativendung -ei für diei-Stamme wahrscheinlich zu machen. Dann wird aber auch in apr. mattei, nautei diese und keine andere Endung vorliegen.

Auch die pronominalen Genitive auf -sei (se, si) geben zu einigen Bemerkungen Anlass. Die zahlreichen Belege, die man in Trautmanns Vokabular unter ains, ainonts, as, schis, stas, swaise, tans, tu, twais finden kann, zeigen deutlich, dass die Endung -ei ist und nicht -ai. Die Anzahl der Belegstellen ist so gross, 7 *) dass wir in iousai (iousai siras „ewers hertzen" 59, 32) einen Fehler erblicken dürfen (anstatt *iousei oder etwa *iousas mit nominaler Genitivendung), und ebenso im einmal bei einem weiblichen Subst. vorkommenden twaisai (stan Daian twaisai Crixtisnan „die Gabe deiner Tauff" 73, 16). Trautmann fasst auch subsai 31, 28 (Noslan kai as ten\nèismu subsai asmai „Auff das ich sein eygen seye") als Genitiv Singular mit der Bedeutung „ipsius" auf. Diese Deutung trifft für supsei 55,14 (swaiasmu supsei buttan „seinem eigen Hause") ohne Zweifel zu; 7*) subsai 31, 28 wird aber zunachst im Zusammenhang^ mit supsai 33, 5 (is supsai ispresna „aus eigener Vernunfft") zu betrachten sein, welche Form Trautmann als einen Dativ Sing. Fem. auffasst. Was subsai, supsai für eine Form ist, ist kaum mit Sicherheit zu sagen. Angesichts der sehr grossen Anzahl von Genitiven auf -sei (se,-si) kann es kein regelmüssiger pronominaler Genitiv sein. Ist es dann vielleicht ein falsch geschriebener Genitiv? Oder dürfen wir vermuten, dass Will, urn das Wort „eigen" zu übersetzen, einen andern Kasus oder eine Ableitung von sups „selbst" gewahlt hat, die er in andern Fallen von einem Tolken oder sonst zur Uebersetzung des deutschen „eigen" hatte gebrauchen horen?76) Auf jeden Fall beweist subsai, supsai keine Genitivendu ng sai. Was die Erklarung von sei betrifft, dieselbe ist unsicher. Trautmanns Annahme, dass von idg. sjot auszugehen sei (262), ist verfehlt: aus sj ware nicht *, w entstanden (s. im VI. Kap.). Es ist kaum eine

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