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istwe „essen", biatwei: bui twi „fürcbten", die [sic] Infinitive [sic] auf -t, die [sic] Nomin. PI. if-rankit, per-Mantit, ij-maitint, em-pyrint". *5) Nun hat Solmsen in dem Aufsatze, der den Ausgangspunkt dieser meiner Untersuchung bildete, nachgewiesen, dass in denjenigen Kategorien, wo -ai und -ei miteinander wechseln, zwei verschiedene Endungen nebeneinander vorliegen. Und was diejenigen Bildungen anbetrifft, wo das -ë in der Schrift gar nicht bezeichnet sein soll, s. Bem. 77. Es bleiben also bloss -ei, -e, -i übrig als unleugbare Zeichen für einen und denselben Laut. Dieser wird wohl bei relativ starker Betonung als diphthongisches ei gesprochen sein, und ich wüsste nicht, weshalb wir in diesem ei nicht die direkte Fortsetzung eines indogerm. und urbalt. ei erblicken sollten. Dass von einem idg. ai oder oi anstatt ei auszugehen sei, ist bei keiner der hier in Betracht kommenden Formkategorien zu beweisen. Dann nehmen wir doch wohl am einfachsten an, dass ei regelrecht aus idg. ei entstanden ist; eineZwischenstufe ë brauchen wir gar nicht: e und i sind als Bezeichnungen eines in schwachtoniger Stellung etwas reduzierten, möglicherweise monophthongierten ei ohne Weitere s klar.

Die Hypothese, dass das litauische ë sich bereits im Urbaltischen entwickelt habe, war schon früher von Mikkola und Bezzenberger aufgestellt worden. Das Beweismaterial entnahmen diese Forscher teilweise den samlandischen Texten, teilweise dem Elbinger Vokabular und dem Grunauschen Wörterverzeichnisse. Ich bespreche bloss die samlandischen Formen. Die Berechtigung für ein solches Verfahren wird sich uns unten ergeben. Sogar batten wir angesichts der S. 65 konstatierten Verhaltnisse vollstandig auf eine Behandlung der einzelnen Formen verzichten dürfen.

Mikkola Archiv f. slav. Phil. 20, 150 führt aus den samlandischen Texten nur pralieiton, palletan, praüten „vergossen" an. Er hatte daneben noch proleiton, prolieiton nennen

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