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Zeitwörtern, wo das ai nach i (j) zu ei geworden war, verschleppt sein soll. In der 78. Bern. wies ich darauf hin, dass diese Annahme unsicher ist und dass wir auch mit der Möglichkeit rechnen mussen, dass sowohl weddeis u. dgl. wie boüsei u. dgl. urbaltisches ei haben. Bezzenberger möchte für diese Kategorien altpreuss. «annehmen. „Weshalb « nicht immer durch ei, sondern auch durch ai vertreten, und ob idaiti geradezu fehlerhaft ist, wird Sache einer eigenen Untersuchung sein müssen", fügt er hinzu (S. 123); was das auslautende ë anbetrifft, scheint er weniger an die Möglichkeit einer Vertretung sowohl durch ei wie durch ai zu zweifeln; s. aaO. 126, und oben S. 62 f. Wenn tatsüchlich das ei der Imperative ein alter, nicht erst in der Stellung nach i (/') entstandener Variant von ai (aus idg. oi) ist, so weiss ich keine Erklarung für dasselbe zu geben. 8S) Auf jeden Fall muss ich die Bezzenbergersche Deutung unbedingt ablehnen, und zwar deshalb, weil in allen andern Fallen, wo das Litauische ë hat, das Samlandische die alteren Laute ei und «i vollkommen richtig auseinanderha.lt: einerseits deinan, deiws, seilin, noseilis, prèisiks, anderseits ains, polaikt, maiggun, waispattin; 89) mehr Material gibt Trautmann 140 ff.; für die litauischen Formen s. Trautmanns Glossar. Unter solchen Umstanden kann keine Rede davon sein, „dass das Preussische an dem lit.-lett. ë teilgenommen habe" (Bezzenberger KZ. 44, 304 f. 90)). Solange sich nicht nachweisen lasst, dass in allen oder wenigstens den meisten Fallen, wo das Lettische und das Litauische (die in diesem Punkte beinahe vollstandig zusammengehen; s. Endzelin Izve'stija 12, 1, 58 Fussnote 1) den Vokal ë haben, das Samlandische mit ihnen übereinstimmt, dürfen wir nicht für eine einzelne Formkategorie ein saml. ë annehmen, weil uns das wegen eines sonst schwerlich erklarbaren ei bequem ist.

Aus demselben Grunde müssen wir auch für die Mundart des Elb. Vok. die Annahme eines «ablehnen. Aus dem von

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