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Berneker 255 ff., Trautmann 139 ff. zusammengestellten Material geht her vor, dass das Vok. ei, ai auch dort, wo das Litauische und Lettische ë haben, richtig auseinanderhalt; am meisten beweisen hier natürlich solche Wörter, deren ursprünglicher Vokalismus durch eine Vergleichung mit Formen aus andern indogermanischen Sprachzweigen feststellbar ist (etwa deyw'u „Gott", deynayno „Morgenstern"; snaygis „Schnee", ayemis „Spiess"). Wo ein Teil des Materials eine so klare Sprache redet, dürfen wir nicht wegen eiuiger mit e, ea, i, y geschriebener Wörter neben ei, ai auch noch ë annehmen. Umso weniger dürfen wir das tun, als für beinahe all diese Wörter auch eine andere befriedigende Deutung möglich ist: s. Trautmann 138 f., Endzelin Izve"stija 12, 1, 58 ff., Archiv 32, 293.

Solange Mikkola und Bezzenberger uns nicht erklart haben, weshalb das „preussische ë" nur in einem kleinen Teile der litauischen Falie auftritt, halte ich eine abermalige Durchmusterung ibres schon von Endzelin und Trautmann besprochenen, dem Vokabular und Grunaus Verzeichnisse entnommenen Materials für überhussig. KZ. 44, 305, wo er das Problem zum letzten Male behandelt hat, bemerkt Bezzenberger, dass er auch selber die Annahme eines urbaltischen * „noch für unreif" halt. Die auf diese Worte folgende Bemerkung, dass „die Frage nach dem Ursprung des ë noch nicht gelost ist", trifft auch jetzt noch zu. Ich glaube aber, dass künftige Untersucher die endgultige Lösung des Problemes ausschliesslich im Litauischen und Lettischen und nicht im Preussischen zu suchen haben.

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