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auch ein /'a-Stamm sein kann (s. S. 36). Pikullis „der Holle" ist wohl ein /'a-Stamm (s. S. 35). Auch kommen ein paar Genitive van Adjektiven vor, deren Flexionsklasse (*'- oder ;*a-Klasse) sich nicht feststellen lasst: wyssenmuku II, wismosingis I „allmachtig". Sündis (1 X) „der Strafe" gehort mit dem Akkusativ sündin zusammen, woneben sündan vorkommt (s. S. 39); bietis I, bytis II (bietis eden bezw. bytis ydi „des Altars") stehen einem angesichts bitai „Abends" als die regelmassige Form zu betrachtenden bitas (Ench.: bitas idin) gegenüber, wahrend auch bitans ydi in II jedenfalls zu einem a-Stamme gehort. Weiter lasst sich über sündis und bietis, bytis kaum etwas sagen.

Von einem aktiven Partizip kommt einmal ein Genitiv vor: niavbiUinti» „des unmündigen". Es wird wohl eine Form nach der «-Deklination sein: vgl. die Akkusative nidruwintin „unglaubig", ripintin „folgend", ainangimmusin „eingeboren". Nach der konsonantischen Deklination waren Formen auf -es, -en zu erwarten.

Der konsonantische Stamm kermen- „Leib" (Nom. Sg. kêrmens 2 X, kermens I, II) hat einen Genitiv kermenes (5 X). -es ist die aus der indogermauischen Grundsprache ererbte Endung -es, die auch im Altlitauischen noch in ihrer ursprünglichen Gestalt auftritt (s. De Saussure Idg.. Forsch. 4, 456 ff.). Im Preussischen hat diese Endung bei einigen Nomina einen Akkusativ auf -en ins Leben gerufen: kêrmenen, kermenen, kërmnen, kermnen (je 1 X; ausserdembrendekermnen 1 X; nach der o-Deklination kêrmenan 1 X); emnen „Namen" (1 X in I, 2 X in II, 9 X im Ench., ausserdem in I emmen 1 X, wofür emnen zu lesen ist; im Enchir. emnan 4 X, nach der a-Deklination).

Es bleiben nur noch die w-Stamme übrig. Bloss von einem Worte sind Genitivformen überliefert und zwar von soUns „Sohn" = lit. sünus. Im Enchiridion lautet der Genitiv stets auf -as aus, der Akkusativ gewöhnlich auf an (7 X), nur 2 X auf -on (aus -un). Offenbar hatte das Wort in der Mundart Wills die «-Flexion beinahe vollstandig aufgegeben.

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