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In I dagegen lautet der Akkusativ an der einzigen Stelle, wo er vorkommt, sunun, II hat an der entsprechenden Stelle sounon {-on aus -un); und der Genitiv geht in I auf -os (1 X), in II auf -ons (1 X) aus. -os ist ohne Weiteres klar: sein o ist aus u entstanden, und wenn I im Akkusativ -un, im Genitiv -os hat, so beruht das ebensogutwie drowe: druwe (beide in I) „glaubt" auf orthographischer Systeinlosigkeit. Das Verhaltnis sunos {*sünus) -.sunun steht auf éiner Linie mit deiwas: deiwan, gennas: gennan, etnïstis: etnistin, kermenes: hermenen. Wenn nun in II der Genitiv sounons lautet, so wird diese Form, wenn sie unrichtig überliefert und nicht mittels -* vom Akkusativ gebildet ist (eine solche Formation ist m. E. nicht sehr wahrscheinlich), in sounos oder sonnus zu andern sein, und nicht, wie man gewöhnlich annimmt, in sounous. Dieses *sounous wird entweder als eine preussische Neubildung *sünüs (Berneker 188) oder als eine altererbte Form = lit. sünaüs, aind. sünóh, got. (mit kurzem u) sunaus (Trautmann 240) aufgefasst. Ich glaube aber, dass wir angesichts der Form sunos in I und des bei allen übrigen Stammklassen auftretenden Genitivtypus, der am besten als eine Formation auf kurzen Vokal + s aufgefasst 'wird, nur dann einen festen Boden unter den Füssen haben, wenn wir anstatt des in II auftretenden sounons sounos oder sounus lesen und diese Form mit sunos in I identifizieren. — Trautmanns Hypothese würde uns nötigen, für diese eine Form ou aus au anzunehmen. Im II. Katechismus, wo bekanntlich neuwenen „neu" und krmuwiey „Blut" vorkommen, ware aber ehev-eus als -o»w zu erwarten. S. Verf. Neophilologus 2, 244 f.

Wie bereits bemerkt wurde, ist für alle Genitive Sing. ein kurzer Endungsvokal anzunehmen. Das einmal vorkommende noseilis (neben sonstigem noseilis) ist Umso eher als ein Schreib- oder Druckfehler zu betrachten, als gerade bei dem i der geringe Unterschied zwischen dem Punkt und dem Langezeichen leicht zu Fehlern Anlass geben konnte. Sonst tragt die Genitivendung nie das Langezeichen: das

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