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weist darauf hin, dass der dem -* voraogehende Vokal bei keiner Stammklasse eine betonte Lange ist. Die bei vielen Nomina verschiedener Deklinationsklassen durch das Langezeichen angedeutete Barytonierung 10') wird auch für die von keinem Zeichen versehenen Formen anzunehmen sein. Bei den a-Stammen fallt die ausnahmslose Barytonierung nicht auf: auch die litauischen a-Stamme haben bekanntlich, von der jüngeren Akzentverschiebung nach dem Gesetze De Saussures abgesehen, im Singular ausschliesslich barytonierte Formen. Bei den übrigen Deklinationsklassen würden wir angesichts der litauischen Verhaltnisse für einen Teil der zu denselben gehörigen Nomina endbetonte Genitive erwarten. Solche Falie wie algas und sounons, 1. sounos oder -us (die Diphthongierung von ü kommt nur in haupttonigen Silben vor!) aber weisen darauf hin, dass samtliche altpreussische Genitive auch von a-, u- und wohl auch von i-Stammen Barytona waren. Und was die Quantitat des dem -* vorangehenden Vokales anbetrifft, soliégt nirgends ein Anlasa vor, weshalb wir die bei den o-Stammen klar hervortretende Kürze nicht auch für die übrigen Stammklassen annehmen sollten. 10ï) Die aussere Gestalt der in unsern Texten vorkommenden Genitive des Singulars weist ja auf eine uniforme Bildungsweise hin.

Nur bei éiner Stammklasse ist m. E. mit der Möglichkeit von Endbetonung zu rechnen, und zwar bei den konsonantischen Stammen: der Genitiv kermenes wird an den fünf Stellen, wo er vorkommt, mit er und nicht mit ér geschrieben. Wenn wir aber daran denken, wie oft das Langezeichen weggelassen wird (s. Bern. 20; der Akkus. Sg* von kërmens hat ebenso oft er wie er), so ist es auch nicht ausgeschlossen, dass kermenes mit êr zu lesen ist. Ein oxytoniertes kermenes würde die indogermanische Betonung bewahrt haben (vgl. lit. akmens aus akmenès). S. Bern. 104.

Die unleugbare Uniformitat der preussischen Genitive Sing. aller Stammklassen weist auf gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Paradigmen hin, und für jede Form,

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