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der weiblichen Genitive gennas usw. Er nahm dort für gennas ein langes a an. Jetzt, wo wir für gennas, algas usw. kurzes a und ausnahrnslose Barytonierung wahrscheinlich gemacht haben, sind diese Formen vollstandig dunkel für uns, und sie dürfen deshalb zur Erklarung von deiwas kaum benutzt werden. Wenn deiwas auf eine andere Weise befriedigend erklart werden kann, so würde die Annahme, dass umgekehrt gennas usw. nach diesem Muster entstanden sind (gemass der Proportion deiwan: deiwas = gennan: x), sehr nahe liegen. Sogar würde das Vorhandensein der Endungen -as: -dn im Genitiv bezw. Akkusativ einer so reichhaltigen und wichtigen Nominalklasse wie diejenige der mannlichen und sachlichen a-Sta mme das analogische Aufkommen von kurzvokalischen Genitivausgangen auf -«bei samtlich.en Stammklassen begreiflich machen.

Und tatsachlich glaube ich, dass deiwas eine alte Form ist. Zwar ist Trautmanns Hypothese (S. 216 der Apr. Sprachdenkmaler), dass -as auf -osjo zurückgehe, wegen des auslautenden -* unannehmbar (s. im VI. Kap.), aber gegen eine Herleitung aus -oso, wobei deiwas als. eine ahnliche Formation wie got. dagis, altangelsachs. dómas aufgefasst wird, lasst sich nichts einwenden. Ausführlicher begründe ich diese Ansicht Neophilologus 2, 108 f. Formen mit bewahrtem auslautendem -« dürften möglicherweise in dem sachlichen Genitiv neainessa „keines" und in dem in weiblicher Bedeutung verwendeten kawijdsa „welcher" (je 1 X) stecken: das in Proparoxytonis geschwundéne -a ware dann in Paroxytonis bewahrt geblieben. Aber neainessa, kawijdsa können auch als Fehler für Formen auf -se oder sei aufgefasst werden. Wegen der pronominalen Genitivendung -sei (se, -si) s. oben S. 58 f., Neophilologus 2, 109.

Wenn der Genitiv Singular der mannlichen und sachlichen a-Stamme ein lautgesetzliches -as aus -o*a (idg. -os») hat, so lassen sich nach der Analogie von deiwan: deiwas samtliche zu Akkusativen auf -in, -un gehorige Genitive auf -is, -us, sowie auch die weiblichen Genitive auf -as ohne

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