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KAPITEL VI. Die samlandischen Instrumental- und Dativformen.

Im Glossar zu Trautmanns Ausgabe der altpreussischen Sprachdenkmaler werden widerholt zu «-Stammen gehorige Kasusformen auf -an als Instrumentale aufgefasst und auch in der diesem Glossar vorangehenden Grammatik lesen wir von einem bei dieser Nominalklasse vorkommenden, stets von sen „mit" abhangigen Instrumental auf -an, -an (S. 226 f.). In den Abschnitten über die übrigen nominalen Stammklassen finden wir nichts über den Instrumental, abgesehen von der Bemerkung S. 233, dass die Bezzenbergersche Deutung von semmë als semmen, das dann eine Instrumentalform sein sollte (ebenso ware nach B. aulansê aufzufassen), kaum richtig ist. Ueber semmë und Bezzenbergers Hypothese s. oben S. 11 f.

Aus Trautmanns Buch bekommt man also den Eindruck, dass das Altpreussische bei éiner Stammklasse den Instrumental bewahrt, bei den übrigen ihn aufgegeben hat. Es fragt sich dann aber: welcher Kasus hat bei diesen andern Flexionsklassen die Funktion des Instrumentals übernommen? Nach einer Antwort auf diese Frage suchen wir natürlich in Trautmanns einleitendem Kapitel zur Deklination, wo vom Gebrauche der Kasus die Rede ist. Der Instrumental wird hier tatsaehlich besprochen, und zwar im Abschnitte über die Prapositionen, S. 211 f.; zur Praposition sen wird da Folgendes bemerkt: „sen „mit" regiert

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