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fallt uns sofort auf, dass Bezzenberger und Trautmann den Instrumental nur für solche Deklinationsklassen annehmen, wo dieser Kasus mit dem Akkusativ lautlich zusammenfallen musste. Unter den zahlreichen Beispielen, wo diese Forscher einen Instrumental annehmen, gibt es kein einziges, wo dieser Instrumental vom Akkusativ verschieden ware. Freilich ware angesichts lit. rankq Akk.: rankd Instr., szvenie: szventó*10) auch im Preussischen ein Betonungsunterschied zwischen den beiden Kasus möglich, und tatsachlich hat man geglaubt, aljpreussische oxytonierte Instrumentale annehmen zu dürfen. Ein solcher ware nach Berneker 197 die einmal vorkommende Form isspresnan (sen isspresnan „mit Vernunft"). Mit dieser Ansicht erklarte sich Bezzenberger BB. 23, 304 einverstanden. Spater aber hat dieser Gelehrte entdeckt, dass ein oxytoniertes ittpresnan nicht zu den Betonungsgesetzen des Altpreussischen stimmen würde, weshalb er jetzt ittpresnan liest (KZ. 41, 80); dieser Meinung hat sich Trautmann 226 angeschlossen. Wenn wir nun daran denken, dass isspresnan die einzige Form ist, worauf man die Annahme eines in der Betonung vom Akkusativ abweichenden Instrumentals stützen könnte, so legt die Korrektion von -an in -an den Gedanken nahe, dass das Preussische zu Wills Zeiten bei den «-Stammen ebensowenig wie bei den andern Nominalklassen einen Instrumental gekannt hat. Bezzenberger und Trautmann haben aber diesen weiteren Schritt nicht gemacht. Im Gegenteil: die Meinung, dass das Altpreussische einen Instrumental auf -an besessen habe, hat Bezzenberger aaO. 78 f. zur verzweifelten Hypothese geführt, dass die je einmal im Enchiridion vorkommenden Formen semmë und aulausè mit auslautendem -en zu lesen und als Instrumentale aufzufassen seien (s. darüber oben S. 11 ff.), wahrend Trautmann zwar diese Bezzenbergersche Vermutung für un wahrscheinlich halt (S. 233), seinerseits aber einen zweiten Instrumental auf -an in rankan (53, 12) erblicken möchte, wofür er *rankan liest. Die Form rankan kann natürlich so

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