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brauchen wir von idg. -ö auszugehen (s. Janko an den angefübrten Stellen), für -« ist das sogar unmöglich: was aus indogerm. -5 im Ahd. wird, das zeigen gomo und namo. Ahd. demu, huuemu müssen -d gehabt haben; vgl. die ablautenden gotischen Endungen von Jtamma, hwamma, hioamme-h, wofür nichts anderes als idg. -ë angenommen werden kann. Sollten wir nun unter solchen Umstanden das -u der preussischen Dative stesmu, kasmu auf ein in der Luft schwebendes idg. -S zurückführen anstatt es mit dem -u von ahd. demu zu identifizieren ? Und dasselbe, was für den Ausgang der Pronominalformen gilt, muss auch für die maskulinen und neutralen nominalen Dative gelten: ein idg. Dativ *përö ist eine ungenügend begründete Form; gegen einen Instrumental *pêro 11 •) als Grundform des altpreuss. piru lasst sich dagegen nichts einwenden. 117) Wegen des apr. -u s. S. 53 f.

Be vor wir weitergehen, müssen wir einen Augenblick den preussisch-nordlitauischen Dativen auf -ü, wómit die zemaitischen auf -ü, -ou identisch sind, unsere Aufmerksamkeit widmen. Trautmann 217 identifiziert die nordwestzemaitische Endung -ou mit dem preussischen Ausgang -u, die südost-zemaitische Endung -ü aber mit lit. -ui. 118) Diese Trennung der Formen auf -ou von denjenigen auf -ü ist verfehlt: bekanntlich entwickelte sich aus dem im Schriftlitauischen als ü auftretenden Vokalim nordwestlichen Zemaitischen -ou, im südöstlichen Zemaitischen -«; und wenn nun neben einer s.-o.-zemaitischen Form auf -ü in gleicher Funktion eine n.-w.-zemaitische Form auf -ou vorkommt, so dürfen wir ohne einen zwingenden Grund diese Formen nicht voneinander trennen, sondern müssen sie beide als Aequivalenten einer und derselben schriftlitauischen Form auffassen. S. Bezzenberger Nachrichten v. d. kgl. Göttinger Ges. d. Wiss. 1885, 160 f., Baranowski-Leskien Idg. Forsch. Anz. 13, 88, jetzt auch Porzezin'ski Idg. Forsch. 31, 425. Und wenn südost-zemait. -ü einem litauischen -ui entsprechen kann, so muss dasselbe für nordwest-zemait.

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