Geen zoekvraag opgegeven

Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

sischen blieb diese Instrumentalform in einigen Verbindungen bewahrt: sènku „damit" (vgl. got. Hhwe usw.), kuilgimai (giwassï) „so lange (du lebst)", kudesnammi (joespuietti; II), kodesnimma (yous pogeitty; I) „so offt (jhrs trinckt)." 1 24) Ein Instrumental von stas begegnet uns 65, 32: stu ilgimi kai „bisz das". Wegen des -u s. S. 53 f. Ein lautgesetzlicher Instrumental von stas mit ë-Stüfe wird aber in ste mijls „deste lieber" (57, 2) vorliegen. In dieser Bedeutung gebrauchte ja das Indogermanische einen Instrumental (s. Brugrnann Grundriss 25, 2, 530 f.); auch im Germanischen hat sich dieser Instrumental gehalten: got. fie, af ris. ndl. te) s. S. 23.

Ausser den bisher besprochenen Formen gibt es in unsern Texten noch zwei Reste vom Instrumental und zwar swaieis und maim, maim.

Swaieis kommt einmal vor: 75, 1 sen wissan swaieis „mit allen den seinen". Diese Form kann kaum etwas anderes sein als ein Instrumental Plural mit nach i aus -ais entstandenem -eis, und dieses -ais ist identisch mit lit. -ais, ai. -aih, gr. -0tj, lat. -is. S. Berneker 197, Trautmann 272. Dieses swaieis ist der einzige Instrumental Plural der altpreussischen Texte. Ich vermute, dass die alte Formation in einigen Ausdrücken bis in die historische Zeit bewahrt geblieben ist, ebenso wie z. B. der alte Lokativ in griech. olxo» und .'lo&jioi fortlebte oder wie man im Polnischen noch immer in innemi stowy „mit andern Worten" u. ahnl. Ausdrücken einen Instrumental auf -y verwendet, wahrend sonst eine den o-Stammen ursprünglich nicht zukommende Endung -ami gebraucht wird.

Maim, maim kommt dreimal im Ench. vor: 51, 23 sen maim und 53, 5 sen maim „mit mir", 67, 22 in dativischer Funktion maim „mir", wahrend sonst in dieser Funktion bloss mennei gebraucht wird, und zwar ziemlich oft; ebenso tebbei, -e „dir" und sebbei „sich". Diese Formen werden nie instrumentalisch gebraucht. Dieser Tathestand erklartsich am einfachsten, wenn wir annehmen, dass das dativisch

Sluiten