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gebrauchte maim auf einem Fehler Wills oder eines Tolken beruht: das Deutsche steilte den preussischen Formen maim und mennei nur éine Form gegenüber: mir; dadurch ist ein solcher Fehler sehr begreiflich. Wir dürfen es also für wahrscheinlich halton, dass die altpreussischen Personalpronomina, jedenfalls im Singular, eine besondere Instrumentalform mit instrumentalischer Funktion besessen haben. Dies ist aber die einzige Wortklasse, wo dieser Kasus existiert. Das Altpreussische befindet sich also in derselben Entwicklungsphase wie das Lettische. S. Endzelin Slav'anobaltijskie et'udy 61 f. Fussnote.

Die altpreussische Instrumentalform maim, maim wird verschieden erklart (s. Berneker 208 f., Trautmann 269 f., Brugrnann Grundriss 2 2, 2, 419). Das einzige, was feststehen dürfte, ist, dass das -m auf -mi zurückgeht und mit dem Ausgang von lit. tümi, manimi, abg. tëmï identisch ist.

Bei der Besprechung der Instrumentalformen widmeten wir bereits auch einigen Dativformen unsere Aufmerksamkeit. Jetzt werde ich die im Preussischen vorhandenen Formationen des Dativs Singular der Reihe nach behandeln.

Wirdai usw. haben wohl ein indogermaniscb.es -öi; s. Berneker 189 f., Archiv f. slav. Phil. 25, 477, Trautmann 216, Brugrnann Grundriss 2 *, 2, 168.

Das -ai von perdasai usw. wird wohl allgemein als idg. -al aufgefasst und eine andere Deutung ware kaum denkbar; s. Brugrnann aaO. 169.

Auch semmey, -iey (I na semmey, II nasemmiey „auff erden") ist eine klare Form: es entspricht dem litauischen Dativ êèmei. Wegen des Wechsels -ey: -iey s. S. 63 f. Dass das i die direkte Fortsetzung eines im Litauischen geschwündenen urbaltischen * sein sollte, kommt mir weniger wahrscheinlich vor (vgl. semmë N. Sg., nicht *semmië).

Auch die zu i-Stammen und zu Personalpronomina gehörigen Dative auf -ei bereiten uns keine Schwierigkeiten;

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