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(II) und swaiai (Dat. Sing. possessiver Fürwörter) haben idg. -ai.

Ein nominaler Dativ auf idg. -jai wird in krauwiey „Blut" (in II) stecken; s. Bern. 32.

Wir haben jetzt beinahe alle Dative Sing. der preussischen Texte besprochen. Es bleiben noch folgende Formen übrig: 13')

përgimie: 71, 16 en swaiai përgimie „in seiner Natur . Berneker 190 hielt es für eine ahnlich gebildete Fofm wie nautei, mattei, weil „e leicht auch ein unvollkommener Ausdruck für ei sein" könne. Dass auslautendes -e für -ei stehen kann, das ist ohne Zweifel richtig (s. Bern. 126), im vorliegenden Falie aber dürfen wir wegen des Genitivs përgimnis (71, 31) „Natur", der angesichts des unmittelbar vorhergehenden prëigimnis „Art" kaum verfehlt sein wird, nicht ohne Weiteres annehmen, dass përgimie uns richtig überliefert ist. Ist vielleicht përgimnei zu lesen? Oder etwa përgimne, mit -e für -eil Etwas Positives lasst sich nicht sagen. S. Trautmann 395.

hvrki „Kirche". Von Berneker 190 für einen Dativ gehalten. Eine solche Form kommt laut Trautmanns Wörterbuch nur einmal vor, und zwar 69, 2 f.: stan Sacramentan | twaise mij las Soünas Jhesu C/iristi | bhe steisei MrU swaise mar tan „das Sacrament deines lieben Sons Jesu Christi | vnd der Kirchen seiner Braut". Die Satzkonstruktion erfordert hier einen Genitiv, und die Formen steisei und swaise sind tatsachlich Genitive. Ebenso wie die von Haus ausmannlich-sachliche Form swaise bei einem weiblichen Substantiv steht, könnte anch steisei hier die feminine Form steisies vertreten. Kirki kann aber kaum eine Genitivform sein; es ist wohl als ein syntaktischer Fehler Wills oder als ein Druckfehler zu betrachten. Ein ahnlicher Fehler wird in endirisna steison smüni „ansehen der Person" (61, 9 f.) stecken. Ist MrU ebenso wie smüni eine Nominativform, oder, wie Berneker annahm, eine Dativform?

Klausiweniki (47, 5 f. priki stessemu Klausiweniki „gegen dem

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