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Beichtiger"), prëisiki (73, 9 stesmu prëisiki „dem Feinde"). Berneker 190 fasst das -i „als Schreibung für unbetontes ei" auf. Das ware an sich sehr gut möglich: ein ahnliches -i für -ei kommt auch sonst vor (s. S. 56 ff.), und, was speziell die Dative klausiweniki, prëisiki anbetrifft, hier könnte die ausnahmslose Schreibung -i der starken Vokalschwachung in der dritten und vierten Silbe nach dem Hauptakzente zugeschrieben werden. 13ï) — Neben dieser Deutung liesse sich aber auch die Hypothese verteidigen, dass das altpreuss. -i mit dem -ij oder -i altlitauischer Dative identisch sei. S. Trautmann 236, dessen Herleilung von -i, -ij (die Trautmann beide als Schreibungen für kurzes -i auffasst) aus -ejai freilich kaum richtig sein wird. S. jetzt über altlit. -i und -ij Porzezin'ski Idg. F. 31, 423 ff.

Diese beiden Erklarungsversuche gehen von der Voraussetzung aus, dass klausiweniki und prëisiki Dative von i-Stammen seien. Nun sind aber die litauischen Nomina auf -ikis, von welchen die beiden preussischen Wörter nicht getrennt werden dürfen (s. Leskien Die Bildung der Nomina im Litauischen 511 [361]), /«-Stamme; wir müssen daher mit der Möglichkeit rechnen, dass auch die preussischen Substantive auf -iks 13 *) zu dieser Flexionsklasse gehören und einmal einen Dativ auf -jai = lit. -iui gehabt haben. Dass hieraus über -jei (-iei) ein schwacherer, einfach durch * bezeichneter Laut entstanden sein kann — eventuell nur in weiterer Entfernung vom Hauptakzente —, das halte ich für ebensogut möglich wie das in unserm Texte widerholt konstatierte Auftreten von -i für -ei. — lm Grunde ist diese Auffassung mit derjenigen von Berneker identisch, der (191) den Ausgang -ei (woraus 4) aus -iei < -iai (= lit. -iui) erklarte, worin er die auf die mannlichen i-St amme übertragene Endung der /«-Stamme erblickte. S. Bern. 132.

Sogar liesse sich diesen drei Hypothesen noch eine vierte anreihen. Die einzige Kasusform von einem Nomen auf -iks, die ausser den schon angeführten Formen in unserm

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