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KAPITEL VIL

Der Nominativ Plural der altpreussischen a-Stamme.

Die mannlichen a-Stamme haben im Litauischen einen Nominativ Plural auf -ai: vilkaï, üliai usw. In diesem -ai erblicken die meisten Forscher eine ursprüngliche Neutralendung; vgl. ausser der von Solmsen KZ. 44, 184 f. erwahnten Literatur (Mahlow Die langen Vocale 81, J. Schmidt KZ. 26, 363, Die Pluralbildungen der idg. Neutra 227 ff., Wiedemann Das litauische Prateritum 16, 200 f., Handbuch der litauischen Sprache 64, Bezzenberger rèqag 155 ff., Meillet De quelques innovations de la déclinaison latine 15 f., Trautmann Die altpreuss. Sprachdenkmaler 218 f.) auch Gauthiot Idg. Forsch. 26, 353 ff. und die nach Solmsens Aufsatz erschienenen Bemerkungen Meillets Eocznik Slawistyczny 5, 160 ff., Mém. Soc. Ling. 19, 80 ff. und 191. Allgemeine Anerkennung hat diese Ansicht nicht gefunden; vgl. Brugrnann Grundriss 2-, 2, 213, Solmsen aaO., Endzelin Slav'ano-baltijskie et'udy 138 ff.

Ich behandle jetzt diese Frage nicht in inrem ganzen Umfange. Das ware nicht möglich ohne eine eingehende Untersuchung des bisher nicht endgültig gelösten Problemes vom Ursprunge des litauisch-lettischen ë. Einige Bemerkungen darüber findet man Bem. 78 und 89; ich bin aber nicht imstande, die ganze Frage von einem neuen Standpunkte aus zu betrachten. Deshalb beschranke ich mich jetzt auf die altpreussische Seite des Problemes, indem ich untersuche, inwiefern die preussischen Nominative maskuliner und sachlicher a-Stamme zur Lösung desselben etwas beisteuern.

Das altpreussische Material wurde bereits von mehreren

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