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gewissermassen plausibel ,45); denn im Elbinger Vokabular kommt die alte Endung -as der a-Feininina in der Gestalt -os bei zahlreichen Substantiven vor; s. Trautmaun 227 und die daselbst verzeichnete Literatur. Anderseits aber können diese Formen auf -os das mannliche Geschlecbt der Formen auf -ay, -oy nicht beweisen, denn es können in einer und derselben Mundart Formen auf -as (> -os) und -ai nebeneinander existiert haben. Im Enchiridion begegnen wir bekanntlich neben einmaligem stawidas madlas „solche Bittefn]" und einem unklaren mensas ,44) — welches, auch wenn es richtig überliefert ist, kaum ein Nom. Plur. Fem. ist — an éiner Stelle einem Plurale preibillisnai „Verheissungen" l4s) und an drei Stellen stai gennai, staigannai „die Weiber". Im Samlandischen des 16. Jhs. scheintalso die wohl nach Analogie der mannlichen a-Stamme aufgekommene Endung -ai ziemlich haufig gewesen zu sein. 14 6) Weshalb sollte nun die Mundart des Vokabulars nicht ahnliche Verhaltnisse gekanfit haben ? Das Ueberwiegen des altera Typus in diesem Denkmal dürfte dann mit dem höhern Alter desselben zusammenhangen.

Wie dem aber auch sein soll, auf jeden Fall werden wir für die Mundart des Elb. Vokab. eine mannliche Pluralendung -ai neben einer sachlichen Endung -o (aus -d) annehmen müssen. Dieses -ai kann also selber kaum ein ursprünglich sachlicher Ausgang sein, und, wenn es mit dem -ai von lit. vilkaï identisch ist, kann auch dieses litauische -ai keine alte Neutralendung sein. Bevor wir der Frage naher treten, ob das preussische -ai tatsachlich mit dem litauischen -ai identisch ist, besprechen wir das Material der samlandischen Texte.

In den samlandischen Texten kommen mehrere ohne jeden Zweifel mannliche Nominative Plur. auf -ai vor; s. Trautmann 218. Daneben hat das Enchiridion an zwei weit voneinander entfernten Stellen (33, 29; 71, 4) malnijkiku „Kindlein", welche Form natürlich nicht für einen Fehler gehalten werden darf. Bezzenberger BB. 23, 303 fasste mal-

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