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historische Periode der preussischen Sprache der Fall war), dürfen wir nicht annehmen, dass sitas Und tas (das im Preussischen ziemlich lange bewahrt geblieben sein muss; s. u.) gleichwertig geworden seien.

Es kommt mir vor, dass überhaupt diejenigen Forscher, die für stas von *&i-to-s oder *k-to-s ausgehen, zu wenig mit der „Ich-Deixis" des Stammes idg. *ki-, slav. sï-, lit. szi-, pr. schi- gerechnet haben. Und es liegt doch m. E. eine ganz andere Deutung sehr nahe, die ausschliesslich von Pronominalstammen mit „Der-Deixis" ausgeht.

Ich möchte in stas ein Kontaminationsprodukt der Stamme *so- und *to- erblicken, welche bekanntlich im Indogermanischen zusammen éin Paradigma bildeten, das die Formen *so, *sa als Nomin. Sing. M. bezw. Fem. und Bildungen vom Stamme *to- für die übrigen Kasus verwendete: s. Brugrnann Grundriss 2 2, 313, Meillet Introduction 3 310. Diesen Kontaminierungsprozess können wir uns auf zwei Weisen denken. Erstens ist mit der Möglichkeit zu rechnen, dass ebenso wie im Litauischen zu den Kasus mit tf-Anlaut ein Nominativ Singular m. *tas, f. *la gebildet ist; dann können *tas und *sa (idg. *so), *ta und *sa eine Zeitlang nebeneinander existiert haben und darauf zu stas, sta kontaminiert sein; spater ware der Anlaut stdurch das ganze Paradigma durchgeführt; eine solche Entwicklung von stas, sla aus *sa, *sd X *tas, *ta liesse sich mit der Entstehung von ahd. anfr. bim, bin (nhd. hin, ndl. ben), asachs. bium, biun, bion, afris. bim, bin, bem, ben, angl. Mom aus Hm (*em) X *biju (ags. béo) vergleichen. — Zweitens liesse sich die Hypothese aufstellen, dass das anlautende s- des Nom. Sg. M. und F. auf eine ahnliche Weise vor die übrigen Formen des Paradigmas gefügt sei, wie das h des Nom. Sg. ags. hé, afris. hï, mndl. Ai: vgl. ags. afris. hvm, ndl. hem, ags. hiere, hiera, afris. hwe, hira, mndl. hare, höre, Neutr. ags. hit, afris. hit, het, ndl. het.

Die erste dieser beiden Hypothesen verdient den Vorzug, und zwar deshalb, weil in einer der Bedeutungen, welche

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