Tekst
Onderstaande tekst is niet 100% betrouwbaar

taminierte Stamm sta-, ste- die altern Formen, abgesehen von dem enklitischen -ts und etwa dem Adverbium tijt, tit, tit „also, so", vollstandig verdrangt, so dass sogar Adverbia wie stwi „da", stwen „dort", stwendau „von dannen" vom Stamme mit st- gebildet worden sind. Ob die Form *ias auf die urbaltische Periode zurückgeht, ist kaum auszumachen. Möglich ware es allerdings; in dem Falie würde die Herausbildung des Stammes sta ste- in der altesten Periode der altpreussischen Sprache stattgefunden haben, als diese Sprache noch wenig mehr als eine Mundart des Urbaltischen war.

Wir besprechen jetzt das Pronomen tans, tans „er". Es kommen im Enchiridion folgende Formen vor:

Nom. S. M. tans, tans (beides oft); F. tenna (2 X), tenna (3 X), tanna (1 X).

A. S. M. tennan (4 X), tennen (2 X); F. tennan (4 X).

G. S. M. tennessei (1 X), tennëison (10 X), tenneisoti (2 X). [In I tanassen, II tanassen.]

D. S. M. tennêismu, lennijsmu, tenesmu (j<5 1 X), tennesmu (2 X); F. tennei (1 X).

N. P. M. tennei (7 X).

A. P. M. tennans (9 X), taunans (1 X); F. tennans (1 X).

G. P. M. tennëison (2 X); F. tennëison (1 X).

D. P. M. tennëimans, tennëimons (je 1 X).

Sehr auffallig ist der Ablaut tan-: ten-, Natürlich muss er in der Vorgeschichte des Paradigmas seine Erklarung finden. Diese Vorgeschichte war aber bisher wenig klar.

Alle Forscher sind wohl darüber einig, dass dieses Pronomen aus einer Vermischung des Stammes *te-jto- mit einem Stamme, der ein n enthielt, entstanden ist; aber die Entwicklung stellt man sich auf sehr verschiedene Weisen vor. Sowohl Berneker wie Trautmann erblicken in tans eine „Weiterbildung" des indogermanischen Stammes *le\to-. Berneker halt diese „Weiterbildung", wenn ich ihn richtig verstehe, 1 *7) für erst im Preussischen entstanden, wahrend Trautmann 265 von einem idg. *tono-, *teno-

Sluiten