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das ostlitauische Paradigma anas: jo beruhe auf russischem Einfluss. Das kann deshalb kaum richtig sein, weil anas „er", ana „sie" und vielleicht auch anys „sie, ils" auch auf preussisch litauischem Boden vorkommen (s. Doritsch aaO. CXI und CXXXI f.; wegen anys s. freilich unten S. 124 f. mit Bern. 168); auch kann ich angesichts der grossen Verbreitung speziell von anys „sie, ils" im Altlitauischen Brückners Ansicht (Litu-slavische Studiën 1, 68 Fussn. 9) nicht teilen, dass russischer und polnischer Einfluss gewirkt habe. Ob bereits das Urlitauische das Paradigma des Pron. pers. der 3. Person durch Suppletion gebildet hat, das weiss ich nicht. Eine solche suppletive Deklination konnte in jeder Periode auf kommen, vornehmlich in einer solchen Sprache, die oft das Subjekt gar nicht durch ein besonderes Wort bezeichnete: brauchte man zur Hervorhebung des Subjekts ein Pronomen, so konnte man das Wort für „ille" verwenden (vgl. gr. èxeïrog) und auf die Dauer konnte dieses Wort auch mit schwacherm Satzakzente verwendet werden (vgl. spatlat. ille, frz. il).

Ein ahnliches suppletives Paradigma wie lit. dial. anas: jo, abg. onü: jego, asachs. hé: is, gr. èxatros ■■ «v tov wird auch im altera Preussischen bestanden haben, wobei wir es unentschieden lassen, ob dieses preussische Paradigma zusammen mit dem litauischen auf ein urbaltisches *aua-s: *{j)ijja- 161) zurückgeht oder jüngeren Ursprunges ist. Wie S. 114 bereits bemerkt wurde, hat das Preussische den Stamm *(/)»//'«- „er" durch He/ta- ersetzt. Wir werden also ein vorhistorisches Paradigma *anas: Hesei, Hesmö, *tan usw. annehmen dürfen; neben *anas wird auch Has bestanden haben (vgl. asti-ls, billa-ts usw.), ebenso wie in litauischen Mundarten jis, jë und ans, anys nebeneinander vorkommen (vgl. bei Doritsch aaO. 54, 36/55, 1: Tdi kii\ ji mate, kat jis kruvinsyr, ir klduse kodél kruvi nsyr. Ans atsdke:), und wie Dauksza anis und iié ohne einen merkbaren Bedeutungsunterschied verwendet.

Diese Annahme empfiehlt sich nicht bloss deshalb, weil

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