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lit. Spr. 168, Brückner Litu-slavische Stud. 1, 68 Fussn. 9 aufinerksam gemacht haben, hatte offenbar im Altlitauischen eine etwas andere Bedeutung als das ebenfalls vorkommende anë. Mein Material ist nicht sehr umfangreich, ich glaube aber, dass es ausreicht, diese Ansicht plausibel zu machen.

Zuerst habe ich den von Bystron' Rozprawy i sprawozdania z posiedzen' wydz. filolog. Akad. Umiej. 14, Krakau 1891 ausgegebenen Katechismus von 1605 auf diesen Punkt hin untersucht. Dieser Text ist deshalb sehr geeignet als Ausgangspunkt zu dienen, weil der Herausgeber ihm ein ziemlich vollstandiges Glossar hinzugefügt hat. In diesem Glossar werden sieben Stellen mit dnis, anis angeführt. Fünf davon entfallen auf die Seligsprechungen, wo auch noch ein sechstes, im Glossar nicht verzeichnetes dnis vorkommt. Fünf von diesen sechs Stellen wurden oben S. 117 nach einem andern altlitauischen Text (Summa) mitgeteilt; die sechste lautet: dnis bus palinkliminty (sic); hier fehlt in jenem Texte die Pronominalform. Dem zweimaligen ju der Summa entspricht im Katech. von 1605 iu bezw. iu. Die zwei andern Stellen lauten: ir gieyde anis-nuog mani,— und: adunt gdrbintumbime .. Diëten szwintüsu ió; teel', adunt vszmtntumbime sztoizdami tu gdrbu, huriu dnis türi dnnguy. An all diesen Stellen würden wir dnis, anis in deutscher Sprache durch „sie" wiedergeben; in einem Teile der Falie würden das Griechische und Lateinische die Subjektform weglassen, wahrend an der letzten Stelle èxetvoi. bezw. illi stehen dürfte: die Grenze zwischen „er" und „jener" ist ja nicht in allen Sprachen dieselbe und in mancher Einzelsprache etwas fliessend. — Das einmal vorkommende anti wird ganz anders gebraucht: zodzey anié, kuriuos bito.

Das Bild, das uns der Katechismus von 1605 gibt, wird durch andere altlitauische Texte bestatigt: anys = „sie", es sei denn mit einem schwachern oder starkern Akzente, anë = „diejenigen"; ausserdem wird anë mit der Bedeutung eines adjektivischen „jene" verwendet, und auch wohl

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