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für „sie" gebraucht finden (Lit. u. lett. Dr. des 16. Jhs. 2, 33, 22), so kann das derselben Ursache zuzuschreiben sein. Aber es ist auch möglich, dass in der Mundart dieses Denkmals die Form anys — die kaum etwas anderes als eine litauische Neubildung sein kann — niemals existiert hat: auch der Katechismus von 1547 gebraucht ane „sie" (Lit. u. lett. Dr. d. 16. Jhs. 1, 15, 14). 168)

Wie ist nun dieses anys**9) zu erklaren? Man könnte an Beeinflussung durch mès, jus denken; bei dieser Auffassung bliebe aber die Qualitat des Vokales y unerklart; auch kann ich kaum glauben, dass der Einfluss dieser Formen starker gewesen sei als derjenige des Typus jê, të. Aus diesem selben Grunde kommt es mir wenig wahrscheinlich vor, dass anys eine Analogiebildung nach pütys „selber" sein sollte. M. E. erklart sich die im baltischen Pronominalsystem vollstandig isoliert dastehende 17 °) Form anys am einfachsten, wenn wir für das altere Litauische einen Nom. Plur. *ys „sie" annehmen dürfen: dann ware anys durch Kontamination von anë und *ys oder durch Anhangung von *ys an den Stamm an(e/a)- entstanden, auf eine ahnliche Weise wie pr. tennei sich entwickelte.

'Ein solches *ys kann nach meiner Ansicht sehr wohl bestanden haben. Es würde dem got. eis „sie" entsprechen und eine ahnliche Bildung sein wie av. cayö, lat. quës; s. Brugrnann Grundriss 2 5, 2, 368. Zwar halte ich die von Wiedemann Handbuch der litauischen Sprache 31, Trautmann 238 angeuommene Entwicklung vor idg. -e/es zu lit. -ys mit Endzelin Archiv f. slav. Phil. 32, 294 für „unerwiesen und unglaublich" (s. auch Brugrnann Grundriss 2 *, 2, 216 f., Hujer Slovanska deklinace jmenna63); aber Leskiens Ansicht Die Declination im Slavisch-Litauischen und Germanischen 80. dass ctkys die Endung -ijas (d. h. -ijes) habe, kann richtig sein; und was für akys gilt, gilt auch für trijs und *ys. Ob bereits im Indogermanischen eine Endung -ijes bestanden hat, ist unsicher: ein urbaltisches oder vielleicht erst litauisches -ijes könnte auch

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