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weise einer unvergeblich inkonsequenten Uebersetzungstechnik beschuldigt.179) Nach meiner Ansicht legt das einmal in indikativischer Funktion vorkommende enwackêmai (73, 14 mes enwackêmai tien „Wir ruffen dich an") die Vermutung nahe, dass enwackëimai und dann wohl auch waidleimai einfach Fehler sind. Daneben ist aber noch eine andere Auffassung möglich, und zwar diese, dass der litauische Typus oké/u, aMti „eggen" direkt zu vergleicben ist, und dass apr. -eimai, -eimai also dem lit. -èjame entsprechen. Das anstatt ja auftretende i ware gar nicht auffallig; s. S. 137.

Die übrigen Formen der 1. Person Plural lassen sich in folgende Klassen einteilen:

1. Formen mit einem einsilbigen Prasensstamm: asmai „sind, seien", et-skïmai „auferstehen", per-êimai „kommen".

2. die Form wirslmai „würden", die von der 3. Pers. wirst „wird, werde" gebildet wurde. Auf wirst selber ist es jetzt nicht nötig naher einzugehen.

3. Formen auf -amai, -umai, -amai, -Umai, mit a, u (a, u) aus urbaltischem a. Gewöhnlich ist dieser Vokal schwachtonig, so dass das Langezeichen fehlt. Hier her gehören: laikumai „halten, erzeigen", en-laikümai (1. enlaikumai?) „anhalten", po-laikumai „behalten", waitiamai „reden", quoitamai „wollen". Mit dieser allgemein baltischen Formation stehen die ausschliesslich preussischen Formen auf -ëmai auf éiner Linie. Es sind Neubildungen zu der 3. Person auf -ë; s. S. 18. Es kommen folgende Formen dieser Gestalt vor: billëmai „sagen", druwëmai „glauben", seggëmai „tun", stalUmai „stehen", en-wackëmai „rufen an". Auch klausëmai „hören" ist diesen Formen anzuschliessen; es setzt eine 3. Person *klausë voraus; s. weiter S. 19. In au-paickëmai „abdringen" möchte ich das ê als em auffassen; 18 °) vgl. paikemmai „trügen" und po-paika „betrüge", das in dieser Gestalt nicht richtig sein kann (nach Labialen und Gutturalen kommt bekanntlich kein a vor) und am einfachsten in po-paika oder po-paika geandert wird. ,81)

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