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vor, und zwar nicht bloss in der 1., sondern auch in der 2. Pers. PL; s. Bielenstein Die lettische Sprache 2, 119, 124. In seiner Schrift Ueber die Sprache der preussischen Letten 125 teilt Bezzenberger einige von solchen Formen aus südwestlettischen Mundarten mit; er schreibt dort das i dem Einflusse der i-Prasentia zu: „fmim und wahrscheinlich auch esim, sowie metim, ze'rtim u. a. haben ihre Endung von d/i'rdim, mUirn entlehnt". Von den altpreussischen Formen auf -imai wird hier nicht geredet. Wenn Bezzenberger sie mit in Betracht gezogen hatte, so würde er sie wohl ebenso wie die lettischen Formen auf -im aufgefasst haben. Spater hat Bezzenberger der preussischen Endung -imai widerholt seine Aufmerksamkeit gewidmet, und aus denjenigen Stellen, wo er auch den lettischen Ausgang -im erwahnt (BB. 26, 171 Fussnote, rèQa; 199), ergibt sich, dass er die beiden Ausgange für identisch halt 19 9) Er erblickt jetzt in -imai und in der bei vielen Zeitwörtern vorkommenden Endung -ai der 3. Person Singular (auch für die 3. Pers. Plur. und für die 1, 2. Pers. Sg. gebraucht) die Reste des von Bartholomae Studiën zur indogermanischen Sprachgeschichte 2, 63 ff. ausführlich besprochenen indogermanischen Ablautes ï: ai. BB. 23, 305 ff., wo er diese Ansicht ausführlich dargelegt und begründet hat, fasst er das altpreussische -ai als Verkürzung von -aja auf; neben dieser Ansicht halt er freilich auch andere Auffassungen für möglich. In einem spatorn Aufsatz, KZ. 41, 96, 98, erblickt Bezzenberger in -ai die athematische Endung -ai[f]. Wenn ich zwischen diesen zwei Hypothesen die Wahl habe, so gebe ich der zweiten den Vorzug: sie gestattet uns, den Ablaut -ai: -imai der mit » gebildeten Prasentia (po-gaunai, en-gaunai : au-gaunimai, po-gauuimai usw.) mit demjenigen der altindischen 9. Klasse (-nami: -nimah) auf éine Linie zu stellen, wahrend die w-losen Prasentia, die diesen Ablaut zeigen, mit solchen altindischen Bildungen wie acarait: gdritoh (zu crnéti: qriiimdh; s. J. Schmidt Festgruss an Roth 179) verglichen werden können; weil das baltische

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